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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hilfen zur Kommunikation für aphasische Menschen


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

hw-studio weber


Quelle:

Not, 2009, 18. Jahrgang (Heft 1), Seite 26-29, Leimersheim: hw-studio weber, ISSN: 1616-2234


Jahr:

2009



Abstract:


Ein plötzlicher Verlust der Sprachfähigkeit belastet oft den gesamten Alltag und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Betroffenen. Bei Menschen mit erworbenen Sprach- und Sprechstörungen können elektronische Kommunikationshilfen unterstützend zum Einsatz kommen. Einige dieser Hilfsmittel werden nachfolgend vorgestellt.

Die Firma Epitech vertreibt Kommunikationshilfsmittel für körperbehinderte und nichtsprechende Menschen. Das Polycom Dialog und das Lucy sind Geräte mit synthetischer Sprachausgabe für Personen, die die Schriftsprache beherrschen oder erlernen. Geräte mit natürlicher Sprachausgabe, die über Symbole aktiviert werden, sind zum Beispiel das Aladin-talk und das TALARA. Die Wörter und Sätze können hier mit der Stimme einer Bezugsperson gespeichert werden.

Die Incap GmbH in Pforzheim ist auf die Bereiche Kommunikation, Computerzugang und Umfeldkontrolle spezialisiert. Das MOMObil, ein mobiles Kommunikationsgerät, ermöglicht Kommunikation über Symbole oder mittels Schriftzeichen. Das BABar ist ideal für Menschen mit Aphasien. Es verfügt über eine digitale Tonaufnahme, bei dem bis zu 10.000 Mitteilungen über einen programmierbaren Strichcode hinterlegt werden. Durch einfaches Daraufzeigen wird dann die Sprachausgabe aktiviert. SpeakOut ist ein schriftzeichenorientierter Kommunikator. Er verfügt über je einen Display für den Nutzer und den Partner. Mit dem GoTalk können Mitteilungen über Symbole aufgerufen werden.

Für Menschen, die in ihrer Bewegung stark eingeschränkt sind, ist die Augensteuerung Seetech von Humanelektronik geeignet. Mit Seetech wird eine intuitiv erfassbare Kommunikationssoftware bedient, indem das Fixieren von Symbolen auf dem Bildschirm Mausklicks auslöst. Mit Hilfe der universellen Umgebungssteuerung Boss4help von Meier und Schütte können schwerst körperbehinderte Menschen durch Sensor, Sprache oder Taster die Umgebung steuern. Außerdem verfügt Boss4help über einen Kommunikator, bei dem verschiedene Module kombiniert werden können. Verständigen kann sich der Benutzer entweder über eine große Bildschirmtastatur oder Symbole.

Aladintalk der Firma PuT - Pädagogik und Technik ist eine Kommunikationshilfe, die über eine Bildsammelleiste verfügt, aus der man die gewünschten Bilder auswählt und sie zu einem kompletten Satz zusammenfügen kann. Der Anwender kann so komplette Sätze und Satzkonstruktionen bilden. Erweitert wird die Kommunikationsmöglichkeit durch das serienmäßige Modul Zebulon. Es ist ausgestattet mit einer intelligenten Wortvorhersagefunktion und Optionen, die die Eingabevorgänge reduzieren. Des Weiteren kann Aladintalk durch einen Infrarotsender Türen, Fenster, Notruf und Fernseher steuern. Die Einsteigervariante ist das Aladintalk easy, dass durch Nachrüsten an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden kann.

Die Phoenix Software GmbH in Bonn vertreibt die handlichen Kommunikationshilfen TouchSpeak und TypeSpeak. TouchSpeak ist eine modular aufgebaute Kommunikationshilfe für Personen, die nur eingeschränkt lautsprachlich kommunizieren können. Das Vokabular ist individuell anpassbar und es können eigene Sprachelemente erstellt werden. Über TypeSpeak werden mittels Tastatur eingegebene Mitteilungen auf Tastendruck vorgelesen.

Die Prentke Romich GmbH, Vertreiber von Produkten von weltweit führenden Hilfsmittelanbietern, bietet Produkte für die Bereiche erste Kommunikation, moderierte Kommunikation und freie Kommunikation an. Zur Einführung in die gestützte Kommunikation gibt es die einfachen Hilfsmittel wie zum Beispiel BIGmack und GoTalkOne. Hilfsmittel zur moderierten Kommunikation, bei der der Gesprächspartner nachfragt, sind MinTalker und Hummingbird. In diesen Kommunikationshilfen wird ein breiter Wortschatz organisiert. Bei der freien Kommunikation muss das Hilfsmittel eine schnelle und eindeutige Kommunikation ermöglichen. Hierfür geeignet sind spezielle Programme beispielsweise für den PowerTalker, EcoTalker und Small- und XL-Talker.

Im Bereich der Kommunikationshilfen mit Sprachausgabe bietet Reha Media für Menschen mit Behinderungen Geräte mit Symboleingabe wie das Mighty Mo, Spracheingabe wie das Allora und der SPOK 21 oder beidem an. Das DybaVox V und das Großformat Vmax der Firma Rehavista in Bremen funktionieren auf Symbol- und auf Schriftbasis. Wörter, Sätze oder komplexe Aussagen lassen sich auf deren dynamische Oberfläche rufen und die Kommunikationsstrategie InterAACT stellt Inhalte für unterschiedliche Altersgruppen und kommunikative Fähigkeiten bereit.

Die tragbaren Hilfsmittel MOBI und SMART des Ingenieurbüros Dr. Elisabeth Seveke Computer für Behinderte bieten Aphasikern durch übersichtliche Strukturierung und einen ausreichenden Wortschatz Hilfe für unterwegs. Das Programm erstellt als Kommunikationsergebnis einen Brief, der neben dem Symbol auch immer die dazugehörige Schrift enthält. So soll auch der Wiedererwerb der Sprache trainiert werden.

Die Technik für Behinderte GmbH in Laatzen arbeitet mit verschiedenen Anbietern zusammen und vertreibt unter anderem die Hilfen Allora und Lightwriter. Die Geräte der Tellus Familie und die MyTobi Augensteuerung sind auch als Rainbow-Variante erhältlich. Zu dem Konzept gehört neben der Beratung und Schulung auch das vielstufige Vokabular, mit dem das Unternehmen die Kommunikationshilfen zur individuellen Förderung ausstattet.

Die Firma Vertical-Technologie in Eberstadt hat sich auf die Entwicklung von Hilfsmitteln für Behinderte am Apple Macintosh und PC spezialisiert. Der iPorta Communikator 13 (iPC-13) ist ein mobiles Kommunikationssystem, das eigens vom Unternehmen entwickelt wurde. Es enthält die Hardware eines aktuellen MacBooks und optional ein Kommunikationsprogramm zur Unterstützung bei Sprachbehinderungen. Mit dem Programm können Phrasen, Sätze oder ganze Geschichten kombiniert und eine Sprachbibliothek zusammengestellt werden. Bedient werden kann der iPC-13 sowohl per TouchScreen als auch mit einer Kopfmaus oder einer Pupillensteuerung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin NOT
Homepage: http://not-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0113/6940


Informationsstand: 21.01.2009

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