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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wie können Heilmittel weiterhin verordnet werden?


Autor/in:

Wellmann, Ulrich


Herausgeber/in:

hw-studio weber


Quelle:

Not, 2008, 17. Jahrgang (Heft 3), Seite 8-9, Leimersheim: hw-studio weber, ISSN: 1616-2234


Jahr:

2008



Abstract:


Seit Anfang des Jahres 2008 halten sich die Ärzte mit der Verschreibung von Heilmitteln deutlich zurück, was nicht zuletzt auf Kosten der Patienten geht für die eine Therapie unerlässlich ist. Selbst bei Kindern mit körperlichen Behinderungen oder schweren Wahrnehmungsstörungen lehnen Ärzte die Verschreibung ab, auch dann, wenn die Gefahr der Gesundheitsverschlechterung besteht. Die Auswirkungen erstrecken sich auch auf Wachkoma-Patienten oder andere durch Schädel-Hirnverletzungen schwer betroffene Patienten. Die Ärzte begründen ihr Verhalten mit den, von Spitzenverbänden der Krankenkassen und Bund aufgezwungenen, Richtgrößen, die sie in ihren Verschreibungsmöglichkeiten einschränken. Diese geben den Ärzten den maximalen Versorgungsumfang vor und damit Verordnungssicherheit.

Zuletzt eingeführte Rahmenbedingungen sollen das Ausgabenvolumen regeln, das seit dem Jahr 2006 stetig erhöht wird. Auf dieser Grundlage wurden folgende Anpassungsfaktoren festgelegt: Veränderung der Zahl und der Altersstruktur der Versicherten, Veränderung der Preise, Veränderungen der Notwendigkeit und Qualität der Heilmittelversorgung, Veränderung des Versorgungsumfangs von Heilmitteln et cetera.

Die Umsetzung dieser Vereinbarung wird durch die Krankenkassen gesteuert und begrenzt, was den Arzt in seiner Verschreibungsfreiheit limitiert und ihn zur Rechtfertigung vor den Kassen zwingt. Verschreibt der Arzt zuviel muss er damit rechnen sich einem Prüfverfahren zur Wirtschaftlichkeit unterziehen zu müssen, das die Gründe für den Überschuss ermittelt. Die Angst der Ärzte rührt daher, da sie nicht überprüfen können ob sie die Richtgrößensummen überschreiten und somit in den Regress geraten.

Um dem zu entgehen und eine optimale Versorgung ihrer Patienten zu gewährleisten schlägt der Autor den Ärzten vor ihre Praxisbesonderheiten frühzeitig darzulegen, da nur sie einen Spielraum im Veschreibungsteufelskreis ermöglichen. Kann er seinen besonderen Bedarf anhand seiner Patientenstruktur nachweisen und den besonderen Versorgungsbedarf erklären, müssen die Kassen den erhöhten Verschreibungswert genehmigen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin NOT
Homepage: http://not-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0113/6644


Informationsstand: 14.05.2008

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