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Bibliographische Angaben zur Publikation

ASR - Arbeitsplatzspezifische Rehabilitation


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

hw-studio weber


Quelle:

Not, 2008, 17. Jahrgang (Heft 1), Seite 62-63, Leimersheim: hw-studio weber, ISSN: 1616-2234


Jahr:

2008



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Abstract:


Die Verzahnung von Behandlung und Therapie im Rahmen einer Rehabilitation zum Beispiel nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder peripheren Nervenverletzungen wird immer besser. Dennoch ist sie so lückenhaft, dass Patienten beziehungsweise Rehabilitanden oft nicht an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren können.

Probleme ergeben sich vor allem deshalb, weil die Rehabilitationsmaßnahmen oft einen medizinischen Schwerpunkt haben, der die beruflichen Anforderungen des Patienten gar nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Gleichzeitig fehlen aber auch berufsorientierte Therapieangebote, die sich an die medizinische Rehabilitation anschließen.

An diesem Punkt setzt die Arbeitsplatzspezifische Rehabilitation (ASR) an. Angeboten wird dieses Konzept zur beruflichen und sozialen Integration in den ASR-Rehabilitationszentren in Köln und Mannheim. Dieses anerkannte Rehabilitationsverfahren zur erfolgreichen Wiedereingliederung in das Berufsleben versucht die Lücke zwischen medizinischer und beruflicher Rehabilitation zu schließen.

Dazu wird ein auf den Patienten individuell zugeschnittenes arbeitsplatzspezifisches Training angeboten. So kann der Rehabilitand entsprechend seiner früheren beruflichen Tätigkeit an praxisorientierten Modulen trainieren.

Das Team einer solchen ASR ist interdisziplinär und besteht aus Fachärzten, Physiotherapeuten, Masseuren, Diplomsportlehrern, (Neuro-) Psychologen und Schmerztherapeuten. So kann das Programm optimal durch ein medizinisches Netzwerk begleitet werden.

Organisatorisch verläuft die ASR bei jedem Patienten ähnlich ab. Nach der ersten Kontaktaufnahme wird der IST-Zustand mit Hilfe standardisierter Testverfahren ermittelt und mit dem SOLL-Zustand auf Basis einer individuellen Arbeitsplatzanalyse verglichen. Die Testergebnisse, die auch Prognosen und Empfehlungen zum weiteren Rehabilitationsverlauf beinhalten, werden nach vier Tagen den jeweiligen Leistungsträgern vorgelegt.

Der Rehabilitationsverlauf wird in Zwischen- und Abschlussberichten jederzeit für alle Beteiligten transparent dargestellt. Eine erfolgreiche ASR endet mit der Rückführung des Patienten in seine vor dem Unfall ausgeführte Tätigkeit. Wenn dies nicht direkt möglich ist, erfolgt eine Arbeitsbelastungserprobung (ABE), innerhalb derer über mehrere Wochen die Arbeitszeit erhöht wird.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin NOT
Homepage: http://not-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0113/6477


Informationsstand: 11.02.2008

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