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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Profilvergleichsverfahren MELBA


Autor/in:

Lange, Gabriele; Müller, Maren


Herausgeber/in:

hw-studio weber


Quelle:

Not, 2006, 15. Jahrgang (Heft 2), Seite 74-75, Leimersheim: hw-studio weber, ISSN: 1616-2234


Jahr:

2006



Abstract:


Die Verfasser arbeiten im Fürst Donnersmarck-Haus, einem evangelischen Rehazentrum. Sie berichten über ihre Arbeit mit dem Profilvergleichsverfahren MELBA (Merkmalsprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit), einem Instrument, das einen direkten Vergleich der Anforderungen eines Arbeitsplatzes mit den Fähigkeiten des Arbeitnehmers mit Behinderung möglich macht.

Im Fürst Donnersmarck-Haus ist dieses Verfahren bereits zum festen Bestandteil der Arbeit in der Ergotherapie geworden. Das seit 1996 eingeführte Verfahren findet seitdem wachsende Verbreitung.

Eine treibende Kraft bei der Entwicklung von MELBA, durch das die Arbeitsvermittlung für behinderte Menschen verbessert wird, war das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Die standardisierten Merkmalsprofile sollen bei der Einschätzung und der Auswahl von geeigneten Arbeitsplätzen helfen. Im Mittelpunkt stehen hier die Schlüsselqualifikationen als berufsübergreifende Qualifikationen.

Das Verfahren besteht aus den Dokumentationsteilen Anforderungen und Fähigkeiten. So werden die psychischen Ansprüche von Tätigkeiten und die mitzubringenden Fähigkeiten dokumentiert. Die Entwickler legen großen Wert darauf, den richtigen Umgang in speziellen Schulungen zu erlernen, die inhaltlichen Ausführungen im Manual sind daher knapp gehalten.

Im Fürst Donnersmarck-Haus findet das Verfahren seit zwei Jahren Anwendung. Hier leben überwiegend Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, deren Wiedereingliederung in den Arbeitstherapeutischen Werkstätten vorbereitet wird. Die Ergotherapeutinnen erstellen regelmäßig Fähigkeitsprofile und beobachten das Arbeitsverhalten während der Therapie.

Erfasst werden 29 psychische tätigkeitsrelevante Merkmale, darunter Selbstständigkeit und Ordnungsbereitschaft. Durch diese Verfahren ist es möglich, konkrete Therapieschwerpunkte zu setzen und den Verlauf zu beobachten. Der behinderte Mensch kann darüber hinaus selbst einschätzen, über welche Fähigkeiten er verfügt und wie seine Entwicklung verläuft.

Abschließend wird bemerkt, dass eine noch größere Verbreitung zu wünschen wäre. Würden sich noch mehr Einrichtungen der standardisierten Dokumentation anschließen, wäre der Nutzen noch größer.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Fürst-Donnersmarck-Stiftung | REHADAT-Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin NOT
Homepage: http://not-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0113/0008


Informationsstand: 28.04.2006

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