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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eingliederung Behinderter in das Arbeitsleben

Bundesregierung beschließt Bericht über die Arbeitsmarktsituation Behinderter



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)


Quelle:

Sozialpolitische Umschau, 1994, Heft 6, Seite 1-2, Bonn: Eigenverlag


Jahr:

1994



Abstract:


Der Bericht zur Arbeitsmarktsituation Behinderter führt aus, dass es zu den hervorragenden Zielen der Bundesregierung gehört, Behinderte ins Arbeitsleben einzugliedern. Auch wenn Schwerbehinderte nicht auf allen Arbeitsplätzen in gleichem Maße einsetzbar und leistungsfähig sind, können sie wichtige und wertvolle Arbeit leisten.

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt mit dem Arbeitsförderungsrecht, dem Rehabilitationsrecht und dem Schwerbehindertenrecht über ein vielfältiges bewährtes Förderinstrumentarium. Es bewirkt, dass heute rund eine Million Schwerbehinderte einer regulären Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen können. 140.000 Arbeitsplätze kommen in Werkstätten für Behinderte hinzu.

Alle Arbeitgeber, die über mindestens 16 Arbeitsplätze verfügen, müssen nach dem System von Beschäftigungspflicht und Ausgleichsabgabe auf 6 Prozent ihrer Arbeitsplätze Schwerbehinderte beschäftigen. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitsplätze der Behinderten behinderungsgerecht auszustatten (zum Beispiel durch technische Arbeitshilfen).

Hierbei kann die Datenbank REHADAT, die das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums aufgebaut hat, Hilfestellung geben. In der Datenbank REHADAT sind über 1.400 Praxisbeispiele für die Einrichtung individueller behinderungsgerechter Arbeitsplätz dokumentiert. Außerdem enthält sie ein umfassendes Liefer- und Leistungsverzeichnis der Werkstätten für Behinderte.

Die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter 1992 ist allerdings auf 4,4 Prozent in den alten und 3,6 Prozent in den neuen Bundesländern gesunken. Von den 163.300 beschäftigungspflichtigen Arbeitgebern kamen 122.600 ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder nicht in vollem Umfang nach. Im April 1994 waren mehr als 180.000 Schwerbehinderte arbeitslos. Deshalb appelliert die Bundesregierung an alle Arbeitgeber, sich über die Einsatzmöglichkeiten Behinderter ins Arbeitsleben zu informieren und das vorhandene Instrumentarium an Leistungen und Hilfen gezielt zur Qualifikation und zur Eingliederung Behinderter zu nutzen.

Außerdem sollen alle Betriebe und Einrichtungen prüfen, inwieweit sie vom Angebot der Werkstätten für Behinderte Gebrauch machen und so Schwerbehinderten Arbeit und Verdienst geben können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialpolitische Umschau
Presse- und Informationsdienst der Bundesregierung
Erschienen von Dezember 1953 bis März 2001

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0107/1041


Informationsstand: 20.03.1995

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