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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ausgaben für Rehabilitation und Teilhabe im Jahr 2011

Tendenz steigend



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)


Quelle:

Reha-Info, 2013, Nummer 1, Seite 7-8, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

2013



Link(s):


Link zu Reha-Info 1/2013 (PDF | 320 KB)


Abstract:


Einführung:

Im Jahr 2011 haben die Sozialleistungsträger 29,6 Milliarden Euro für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ausgegeben. Das sind knapp 800 Millionen Euro mehr als 2010. Wie bereits im Vorjahr (3,7 Prozent), stiegen die Ausgaben 2011 um 2,8 Prozent weiter an.

Krankenversicherung:

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation stiegen 2011 um 1,7 Prozent auf etwa 2,7 Milliarden Euro leicht an. Dabei lassen sich bestimmte Tendenzen aufzeigen. Die Ausgaben für stationäre Anschlussrehabilitation sind mit 1,68 Milliarden Euro fast konstant geblieben (-0,2 Prozent). Für die übrigen stationären Leistungen ist ein Rückgang um 3,6 Prozent zu verzeichnen gewesen. Die Ausgaben für die ambulante Rehabilitation stiegen nach einem leichten Rückgang im Jahr 2010 (-1,8 Prozent) im Jahr 2011 mit 2,5 Prozent etwas an und lagen bei 110 Millionen Euro. Der seit 2008 anhaltende deutliche Zuwachs bei den Ausgaben für den Rehabilitationssport und das Funktionstraining setzte sich auch im Jahr 2011 fort. So beliefen sich diese Ausgaben auf 170 Millionen Euro (+26,9 Prozent). Das ist ein Anstieg der Ausgaben für diese Leistung um etwa 67 Prozent seit 2009.

Rentenversicherung:

Auch 2011 ist bei der Deutschen Rentenversicherung ein leichter Ausgabenanstieg von 1,8 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro zu verzeichnen. Die Ausgaben für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (3,6 Milliarden Euro) nahmen um 3,3 Prozent zu. Nachdem die Ausgaben für die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben seit 2008 anstiegen, waren diese 2011 mit 1,2 Milliarden Euro erstmals wieder leicht rückläufig (-2,7 Prozent). Bei den Leistungen zur Teilhabe entfielen 64 Prozent der Ausgaben auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, 22 Prozent auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Alterssicherung der Landwirte:

Getrennt von der Statistik der Deutschen Rentenversicherung werden die Ausgaben für Leistungen zur Teilhabe durch die Landwirtschaftlichen Alterskassen erfasst. Nach einem einmaligen Anstieg dieser Ausgaben 2010 um 1,8 Prozent auf 17,1 Millionen Euro, waren diese 2011 mit 16,3 Millionen Euro erneut leicht rückläufig (-4,7 Prozent).

Unfallversicherung:

Bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sind die Ausgaben für Heilbehandlungen und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 2011 um 3,3 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro angestiegen. In der Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung kann eine Aufspaltung nach Ausgaben zur Heilbehandlung und Ausgaben zur medizinischen Rehabilitation nicht vorgenommen werden. Die Ausgaben für Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft fallen mit 39 Millionen Euro unter die sonstigen Heilbehandlungen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 Prozent gestiegen. Die Aufwendungen für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben waren 2011 mit 187 Millionen Euro um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften:

Getrennt von der Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung werden die Ausgaben für Leistungen zur Teilhabe durch die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften erfasst. Diese Ausgaben beliefen sich 2011 auf 341 Millionen Euro und sind damit mit 9,6 Prozent deutlich angestiegen. Erstmals wurden auch die Ausgaben für das Persönliche Budget nach § 17 SGB IX ausgewiesen. Diese betrugen 2010 etwa 0,3 Millionen Euro und 2011 0,6 Millionen Euro.

Bundesagentur für Arbeit:

Nach den Jahresendergebnissen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gingen die Aufwendungen für den Bereich der beruflichen Eingliederung von behinderten Menschen 2011 um 3,3 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro zurück. Die Ausgaben für das Persönliche Budget betrugen 2010 5,52 Millionen Euro und im Jahr 2011 5,81 Millionen Euro.

Integrationsämter:

Die Integrationsämter haben im Jahr 2011 etwa 397 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe für die berufliche Eingliederung schwerbehinderter Menschen ausgegeben und somit 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen und Ausgaben lagen im Gleichgewicht. Der Hauptanteil der Mittel entfiel wie in den Jahren davor auf die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben (78 Prozent der Gesamtausgaben). Für die Aufgabe der Unterstützten Beschäftigung standen den Integrationsämtern im Jahr 2011 fast 48 Millionen Euro zur Verfügung. Das Fördervolumen der regionalen Arbeitsprogramme ist auch im Jahr 2011 mit +56,3 Prozent auf fast 25 Millionen Euro deutlich gestiegen und hat sich somit seit 2009 (11,5 Millionen Euro) mehr als verdoppelt.

Eingliederungshilfe:

Nach der Sozialhilfestatistik des Statistischen Bundesamtes wurden im Rahmen der Eingliederungshilfe der Sozialhilfeträger im Jahr 2011 Ausgaben in Höhe von 14,4 Milliarden Euro erbracht. Dies entspricht einer Zunahme von 4,0 Prozent gegenüber 2010, nachdem die Ausgaben in den vorangegangenen Jahren bereits um 4,5 Prozent im Jahr 2008, 6,7 Prozent im Jahr 2009 und 4,2 Prozent im Jahr 2010 gestiegen waren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Reha-Info - Beilage in der Zeitschrift Die Rehabilitation
Homepage: https://www.bar-frankfurt.de/publikationen/reha-info/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0103/1007x11


Informationsstand: 13.03.2013

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