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Bibliographische Angaben zur Publikation

Faire Anwendung der Anhaltspunkte ist möglich

Software kann das Problem der verschiedenen Bewertung lösen



Autor/in:

Ungewitter, Siegfried; Widmann, Theo


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2004, 14. Jahrgang (Heft 12), Seite 767-775, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2004



Abstract:


In § 69 des Sozialgesetzbuches IX ist festgelegt, dass die für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörden - in der Regel sind das die Versorgungsämter - das Vorliegen einer Behinderung und den Grad der Behinderung (GdB) bescheinigen sollen. Noch nicht gesetzlich geregelt ist allerdings, welche Behinderung welchen Behinderungsgrad nach sich zieht.

Als Entscheidungshilfe geben das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) sowie der Sozialverband VdK Deutschland eine Broschüre heraus, die 'Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit' oder kurz 'Anhaltspunkte' heißt. Die Versorgungsbehörden aller Bundesländer sind verpflichtet, den Anhaltspunkten zu folgen. Das BMGS hat allerdings die Anhaltspunkte bis heute nicht auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

So kann es passieren, dass ein Mensch, der eine Hand aufgrund eines Berufsunfalls verliert, einen höheren Grad der Behinderung bescheinigt bekommt, als ein Mensch, der eine Hand durch einen Unfall in seiner Freizeit verliert. Natürlich ist diese unterschiedliche Höhe des GdB in Abhängigkeit von der Art des Unfalls rechts- und systemwidrig. Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, die jetzige Situation schnell und ohne langwierige Gesetzesverfahren zu ändern.

Die Autoren sind der Meinung, dass dies möglich sei. Mit Hilfe eines speziellen Computer-Programms sei es möglich, das derzeitige System zu erweitern und so dafür zu sorgen, dass Befundärzte, Antragsteller, Behörden, Verbände und Gerichte mit der Software durch die systematische Ermittlung der jeweiligen Funktionsbeeinträchtigung einen einheitlichen und transparenten Gesamt-GdB ermitteln können. Dabei ist das Programm so aufgebaut, dass es den Bewertungsabläufen des Gutachters nahe kommen soll.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 152 SGB IX Feststellung der Behinderung, Ausweise | REHADAT-Recht
Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit (AHP)
Versorgungsmedizinische Grundsätze (VMG) | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/0067


Informationsstand: 26.01.2005

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