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Bibliographische Angaben zur Publikation

Umfassendes Verbot von Asbest und anderen Gefahrstoffen vorgesehen

Gefahrstoffverordnung sieht auch taktile Warnhinweise für Blinde vor



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 1993, 3. Jahrgang (Heft 5), Seite 286-288, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

1993



Abstract:


Die Bundesregierung hat die von Bundesarbeitsminister Blüm vorgelegte Neufassung der Gefahrstoffverordnung beschlossen. Mit ihr werden auch mehrere EG-Richtlinien zur Kennzeichnung von Chemikalien in nationales Recht umgesetzt.

Mit der vorgelegten Neufassung soll ein besserer Schutz der Beschäftigten vor gefährlichen Chemikalien am Arbeitsplatz gewährleistet werden. In diesem Zusammenhang sind Arbeitgeber zuerst gefährdet, sei es bei der Herstellung und Verwendung von Chemikalien oder bei Aufräumungs- und Sanierungsarbeiten oder bei Beseitigung von Altlasten. Mit der Gefahrstoffverordnung wird ein umfassender Ansatz zum Schutz der Arbeitnehmer vor Gefahrstoffen bezweckt.

So enthält die Neufassung der Gefahrstoffverordnung sechs wesentliche Änderungspunkte:
- Umfassendes Herstellungs- und Verwendungsverbot von Asbest. Vorher war das Verwendungsverbot auf 20 Prozent reduziert gewesen, zukünftig wird die Verwendung so gut wie vollständig verboten.
- Alle gefährlichen Stoffe werden zukünftig mit verschiedenen Symbolen, Hinweisen und Sicherheitsratschlägen gekennzeichnet.
- Auch gefährliche Haushalts- und Hobbychemikalien sowie das Gebot kindersicherer Verschlüsse und tastbarer Warnhinweise für Sehbehinderte ist Kennzeichnungspflicht.
- Ein EG-weites Sicherheitsdatenblatt zur ausführlichen Unterrichtung und Verwendung von gefährlichen Stoffen und Zubereitungen wird eingeführt.
- Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen beim Umgang mit erbgutverändernden Gefahrstoffen wird angestrebt.
- Fortschreibung und Vereinheitlichung von über mehrere Verordnungen verstreute Herstellungs- und Verwendungsverboten.

Die bei der EG bereits akzeptierte Neufassung der Gefahrstoffverordnung bedarf noch eine Zustimmung des Bundesrates, die am 01. November 1993 in Kraft treten wird. Im Weiteren werden in der Novelle die einzelnen Punkte der Gefahrenverordnung auf detaillierte Weise kommentiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/0050


Informationsstand: 14.09.1993

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