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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stellenbewirtschaftung: Für Neueinstellungen Behinderter nutzen


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Reichsbund der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten, Sozialrentner und Hinterbliebenen e.V.


Quelle:

Sozial-Info, 1993, Heft 10, Seite 7, Bonn: Eigenverlag


Jahr:

1993



Abstract:


Wie bei den neuen Personalhaushaltsmaßnahmen des Bundes und den neuen Stellenpools in Schleswig-Holstein und Niedersachsen (siehe REHA-Informationen vom Juli 1993) gehen immer mehr Länder dazu über, im Rahmen der Stellenbewirtschaftung das materielle Interesse der Dienststellen an einer vermehrten Einstellung von Schwerbehinderte zu erhöhen.

In Hessen beispielsweise haben alle Ressorts der Landesverwaltung zum Zwecke der pauschalen Stelleneinsparung einen bestimmten Prozentsatz ihrer im Laufe des Haushaltsjahres freiwerdenden Stellen einzubringen; dieser Prozentsatz wurde um eine Einstellung Schwerbehinderter erhöht. Die erhöhte Stelleneinsparungsrate verringert sich auf den Ausgangswert, soweit die Stellen für die Neueinstellung von Schwerbehinderten verwendet werden; sollten diese Stellen im Laufe des Haushaltsjahres nicht mit Schwerbehinderten besetzt werden, sind sie für das Ressort verloren.

Bereits 1991 wurde von der Hessischen Landesregierung ein Stellenpool neu geschaffen, in den grundsätzlich jede dritte freiwerdende Stelle abgegeben werden muss; wird eine dieser abzugebenden Stellen mit einem Schwerbehinderten besetzt, so bleibt diese Stelle dem Ressort erhalten. Auch 1993 wurden wieder 50 Haushaltsvermerke ausgebracht mit dem Ziel, in den jeweiligen Ressorts eine den Haushaltsvermerken entsprechende Zahl von Schwerbehinderten zusätzlich einzustellen; nicht besetzte Stellen fließen an den Stellenpool ab.

Auch im Land Berlin soll künftig jeder nicht besetzte Pflichtplatz im Rahmen der allgemeine Stelleneinsparung zur Erhöhung der pauschalen Minderausgaben bei den Personalmitteln führen; umgekehrt sollen diejenigen Behörden der Senatsverwaltung, die die Quote übererfüllen, spürbare finanzielle Vorteile durch die Verminderung der Minderausgaben-Pauschale erfahren. Dieses Bonus-/ Malussystem soll dazu beitragen, die Belastung des Haushalts durch die Ausgleichsabgabe zu vermindern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozial-Info
Homepage: https://www.sovd.de/sozial-info/?no_cache=1

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Referenznummer:

R/ZS0092/1003


Informationsstand: 21.11.1994

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