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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsleben: Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Neuer Runderlass der Bundesanstalt für Arbeit - RdErl. 42/96



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Fachdienst der Lebenshilfe, 1996, Nummer 3, Seite 27-28, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 0944-825X


Jahr:

1996



Abstract:


Im Runderlass 42/96 der Bundesanstalt für Arbeit (BA) vom 2. Mai 1996, der den Runderlass 20/88 ersetzt, werden die von der BA geförderten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen beschrieben und ihre Durchführung und Finanzierung geregelt.

Die verschiedenen berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen wie zum Beispiel :
- Tipp-Lehrgang (Testen, Informieren, Probieren),
- Grundausbildungslehrgang,
- Förderlehrgänge (F1 bis F4),
- Lehrgang zur Verbesserung der beruflichen Bildungs- und Eingliederungschancen,
- Arbeiten und Lernen,
- blindentechnische und vergleichbare spezielle Grundausbildung werden von freien Bildungsträgern, Berufsbildungswerken und demnächst auch von Werkstätten für Behinderte (WfB) angeboten.

Das Angebot an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen in Werkstätten für Behinderte bezieht sich zukünftig neben dem Eingangsverfahren und Arbeitstrainingsbereich vor allem auf die Förderlehrgägne F2 und den F3. Diese zwei- beziehungsweise dreijährigen Förderlehrgänge wenden sich an Menschen mit Behinderung, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung für eine Berufsausbildung nicht oder noch nicht in Betracht kommen, die aber durch die Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote einer WfB unterfordert wären.

Behinderte Jugendliche in der WfB, die das Eingangsverfahren beziehungsweise die Arbeitstrainingsmaßnahme durchlaufen haben, können im begründeten Fall zusätzlich einen Förderlehrgang absolvieren, um so ihre Möglichkeiten auf Integration in zum Beispiel eine Vollausbildung beziehungsweise in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Damit kann sich die Zeitdauer für eine gezielte berufliche Qualifizierung beziehungsweise Berufsvorbereitung in der WfB von gegenwärtig zwei auf dann fünf Jahre verlängern.

Interessant erscheinen Förderlehrgänge auch als Möglichkeit für langjährige behinderte Mitarbeiter der WfB, die zu einem späteren Zeitpunkt neue Lernmotivation entwickeln.

Personell sind die Lehrgänge F2 und F3 wie folgt ausgestattet: Ausbilder - 1:6, Lehrkräfte - 1:18, Sozialarbeiter/-pädagoge- 1:18.

Insgesamt können durch eine WfB folgende berufliche Bildungsmaßnahmen durchgeführt werden:
- das Eingangsverfahren (bis zu drei Monate),
- die Arbeitstrainingsmaßnahme (bis zu zwei Jahre),
- die Förderlehrgänge F2 und F3 (zwei beziehungsweise dreijährig),
- die Helfer- und Werkerausbildung (nach § 48 BiBG).

Entgegen den bisherigen Signalen durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, die in der WfB vor allem einen Ort der Beschäftigung und Arbeit von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sehen, versteht die Bundesanstalt für Arbeit die WfB als im regionalen Verbund tätige Bildungseinrichtung, die zwischen freien Bildungsträgern und den Berufsbildungswerken eine bis dahin offene Lücke schließt.

Vor diesem Hintergrund sind in dem RdErl. 42/96 im Kapitel C die vor kurzem vereinbarten Rahmenprogramme für das Eingangsverfahren und den Arbeitstrainingsbereich vollständig mit aufgenommen worden.

Zuständig für Planung, Einrichtung und Durchführung der aufgeführten Angebote ist die Abteilung 'Berufsberatung'.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Das Erscheinen des Fachdienstes wurde mit der Nummer 4/2008 eingestellt.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0089/1600


Informationsstand: 15.01.1997

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