Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Wiedereingliederung nach Herztransplantation


Autor/in:

Kristen, Arnt V.; Katus, Hugo A.; Dengler, Thomas J.


Herausgeber/in:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV); Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV)


Quelle:

Versicherungsmedizin, 2010, 62. Jahrgang (Heft 2), Seite 67-72, Karlsruhe: Verlag Versicherungswirtschaft, ISSN: 0933-4548


Jahr:

2010



Abstract:


Eine Herztransplantation ist die effizienteste Behandlungsform einer fortgeschrittenen Herzmuskelschwäche. Sie bewirkt eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Durch diesen Zugewinn ist zu erwarten, dass für die Patienten auch eine berufliche Tätigkeit wieder möglich ist. Prinzipiell bestehen hiergegen keine medizinischen Bedenken.

Trotz der enormen Fortschritte in der medizinischen Rehabilitation nach Herzoperationen in den letzten 30 Jahren ist die Rate an Berufstätigen unter den Herztransplantierten noch sehr gering. Einer Umfrage des Heidelberger Herztransplantationszentrums nach arbeiten lediglich 37 Prozent der Patienten nach erfolgreicher Herztransplantation.

Ursachen für die geringe Zahl an Berufstätigen können transplantationsbedingt aber auch transplantationsunabhängig sein. Auch psychische Belastungen durch die Transplantation führen zu einer Behinderung der beruflichen Rehabilitation, weshalb allen Patienten eine psychotherapeutische Begleitung vor, während und nach der Transplantation angeboten werden sollte.

Eine wesentliche Bedeutung scheint aber der eigene Wille des Patienten zur Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu sein. Die Freiwilligkeit einer stufenweisen Wiedereingliederung ist zu limitieren und durch gezielte Programme mit enger Kooperation von Ärzten, Krankenkassen, Rentenversicherungen, Arbeitgebern und den Patienten ist die berufliche Rehabilitation zu optimieren, um die gesundheitsökonomische Rechtfertigung einer Herztransplantation zu unterstreichen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Return to work after heart transplantation


Abstract:


Heart transplantation is the most effective treatment option for patients with end-stage heart failure to improve exercise tolerance and quality of life. This increase in quality of life may assume that heart transplant recipients are also able to return to their work. In general, there are no medical reasons to oppose a return to work.

Despite enormous advances in medical rehabilitation after heart transplantation, the rate of working people among heart transplant recipients is very low. According to a survey at the Heidelberg Heart Transplant Center, only 37 percent of the heart transplant recipients return to work.

This may be caused by transplant-related problems as well as factors independent of heart transplantation. Furthermore, the psychological burden due to heart transplantation might hamper professional rehabilitation. Thus, psychotherapeutical support during transplant process appears to be appropriate.

As a major issue for a return to work appears to be the patient's will, the voluntary nature of return to work step by step has to be limited. Programmes with close collaboration between physicians, health insurance companies, retirement insurance companies, employers, and especially the patients are necessary to increase the rate of professional rehabilitation and to underscore the health economic justification of heart transplant programmes.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Versicherungsmedizin
Homepage: https://www.vvw.de/index.php?parent=260&idcat=266&namesub=Ze...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0083/8253


Informationsstand: 21.06.2010

in Literatur blättern