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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wir machen den Weg frei! Die Lebenshilfe Solingen bietet Menschen mit Behinderung außergewöhnliche Tätigkeiten an


Autor/in:

Brocke, Peer


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Lebenshilfe-Zeitung (LHZ), 2007, 28. Jahrgang (Nummer 1), Seite 11, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 2190-2194


Jahr:

2007



Abstract:


In Deutschland sind Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung außerhalb der Werkstatt nach wie vor eine Seltenheit. Bei der Lebenshilfe Solingen hingegen können Menschen mit Behinderung in der städtischen Eissporthalle, auf Deutschlands erster Schwebefähre oder in der Messerfabrik arbeiten.

Josef Neumann ist Geschäftsführer der Solinger Lebenshilfe-Werkstatt. Die erste Kooperation entstand mit dem Messer- und Scherenhersteller Zwilling J. A. Henckels AG. Der Konzern ließ bereits seine Waren bei der Lebenshilfe verpacken und seit einer Umstellung bei der Logistik arbeiten die Werkstattkräfte direkt bei Zwilling mit Betreuung von Gruppenleitern der Lebenshilfe. Beide Seiten seien sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und es sei gut für die Werkstattkräfte in einen Betriebsalltag eingebunden zu sein.

Die Arbeitsplätze wurden wie bei einer richtigen Stellenausschreibung vergeben und so sind dort mittlerweile 89 Lebenshilfe-Arbeitsplätze entstanden. Die Anders Leben-Eissporthallen gGmbH ist zu hundert Prozent eine Tochter der Lebenshilfe. Die Eissporthalle stand bereits kurz vor der Schließung, als die Lebenshilfe den Betrieb als Pächter übernahm. Seit dem zweiten Jahr schreibe die Eissporthalle nun schwarze Zahlen. Das Konzept Neumanns umfasste Energiekostensenkung und Mitarbeiter, die überall einsetzbar sind.

Für alle 500 Werkstattmitarbeiter der Lebenshilfe Solingen wurde ein Fähigkeitsprofil erstellt. In dem Fähigkeitsprofil gehe es jedoch nicht um die Behinderung, sondern um die individuellen Fähigkeiten. Ein Einsatz- und Förderungsprofil würde dann für den Übergang in eine Integrationsfirma entwickelt.

Das neueste Projekt von Neumann ist die Schwebefähre im Brückenpark Müngsten. Die Fährmänner mit und ohne Behinderung bringen im Handbetrieb die Besucher über den Fluss Wupper. Die Lebenshilfe hat ebenfalls die Gastonomie im Brückenpark Müngsten übernommen. Josef Neumann achtet sehr auf Synergie-Effekte. So pflegt die Lebenshilfe die Rasenflächen am Ufer der Wupper, und man verkauft im Brückenpark Bratwurst aus der Metzgerei der Lebenshilfe Wuppertal.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Lebenshilfe-Werkstatt für Behinderte gGmbH Solingen | REHADAT-Werkstätten
Anders leben - Eissporthalle Solingen gGmbH | REHADAT-Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Lebenshilfe-Zeitung (LHZ)
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/lebensh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0080/6099


Informationsstand: 01.06.2007

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