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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verzahnte Ausbildung - durch Kooperation zum Erfolg

Fachtagung am 10. Februar 2009 im Berufsbildungswerk Essen



Autor/in:

Vollmers, Burkhard; Schulz, Katrin


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2009, 29. Jahrgang (Heft 1), Seite 18-19, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2009



Abstract:


Am 10. Februar 2009 fand die Fachtagung des Modellversuchs Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) zum Abschluss der wissenschaftlichen Begleitung statt. Die Referenten zogen Bilanz über viereinhalb Jahre Zusammenarbeit, trugen Ergebnisse vor und zeigten Perspektiven zur Kooperation mit der Wirtschaft im Rahmen der Ausbildung behinderter Menschen auf.

Dr. Helga Seel, Leiterin des Integrationsamts Köln und Dr. Jürgen Pfister, METRO Group, Leiter Personal und Soziales, skizzierten die Geschichte des PRojekts VAmB. Durch die verzahnte Ausbildung werden die Berufschancen der Jugendlichen aus den Berufsbildungswerken auf dem ersten Arbeitsmarkt deutlich erhöht. Deshalb forderte Pfister Unternehmen dazu auf, sich noch stärker zu beteiligen. Die sozialpolitische Funktion des Modellversuchs und dessen Bedeutung als gelungenes Praxisbeispiel der Kooperation von Bildungsträgern und Unternehmen machte Franz Thönnes, MdB und parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, deutlich.

Die anschließende Podiumsdiskussion stand unter dem Thema Wirtschaft trifft Berufspädagogik. Unter der Leitung von Dr. Wolfgang Seyd, Universität Hamburg, nahmen Peter Clever, Bundesagentur für Arbeit, Dr. Jürgen Pfister, Udo Glantschnig, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Essen, und Dr. Katja Robinson, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, teil. Sie waren der Ansicht, dass es der demografische Wandel notwendig mache, behinderte Jugendliche möglichst frühzeitig in die betriebliche Praxis zu integrieren.

Die besondere Rolle des Wissenschaftlerteams der Universität Hamburg unter Leitung von Professor Dr. Seyd wurde in der Präsentation der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung deutlich. Nach der Mittagspause schilderten vier Teilnehmer ihre Erfahrungen als Auszubildende in Betrieben. Sie sind positiv aufgenommen worden, werden wie die betrieblichen Auszubildenden gesehen und sind voll integriert. Besonders der direkte Kontakt mit den Kunden sei eine gute Lernmöglichkeit.

Vier Foren luden nachmittags zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch ein. Die Foren fanden zu den Themen verzahnte Ausbildung in Kooperation mit der Wirtschaft, wissenschaftliche Evaluation von Berufsbildungswerken, Relevanz der Organisationsentwicklung in einem Berufsbildungswerk zur Verankerung der verzahnten Ausbildung und Qualifizierung von Fachpersonal für die verzahnte Ausbildung statt. Abschließend wurde auf der Tagung festgehalten, dass der Modellversuch sein Ziel erreicht und das Ausbildungsmodell damit seine Prüfung bestanden hat.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Kolping-Berufsbildungswerk Essen | REHADAT-Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/7117


Informationsstand: 28.05.2009

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