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Bibliographische Angaben zur Publikation

Auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung

Eine Schulabsolventenstudie untersucht in Stuttgart die Übergänge an der ersten Schwelle



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2009, 29. Jahrgang (Heft 1), Seite 10-12, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2009



Abstract:


Erst mit 19,2 Jahren tritt ein Großteil der Haupt- und FörderschülerInnen eine Ausbildung an. Um herauszufinden, was in der Zeit zwischen Schule und Beruf geschieht, hat in Stuttgart 2007 eine dreijährige Längsschnittuntersuchung vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) begonnen.

In dieser Studie wurden die Absolventinnen und Absolventen aller Haupt- und Förderschulen der Stadt Stuttgart über drei Jahre lang auf dem Weg von der Schule ins Arbeitsleben begleitet, um nachvollziehen zu können welche Wege von der Förder- beziehungsweise Hauptschule in den Beruf gegangen werden.

In der ersten Basiserhebung im März 2007 wurde die aktuelle schulische Situation festgehalten und gefragt, welche Vorbereitungen bezüglich des Verlassens der Schule getroffen wurden und welche Pläne die SchülerInnen für den weiteren Bildungs- und Ausbildungsweg haben. Bei der ersten Erhebung stellte sich heraus, dass ein Großteil der HauptschülerInnen eine weiterführende Schule besuchen möchte. 57 Prozent der FörderschülerInnen streben berufsvorbereitende Maßnahmen an. 14 Prozent wollen eine Ausbildung beginnen und 20 Prozent wollen eine weiterführende Schule besuchen. Die wichtigsten Berater für die Jugendlichen sind in dieser Phase die Eltern.

Die zweite Erhebung erfolgte im November 2007. Die Befragung knüpfte an die Ergebnisse der ersten Erhebung an und beschäftigte sich mit Fragen, auf welchen Stationen sich die Jugendlichen befinden, ob sich ihre Pläne verwirklichen konnten und welche Unterstützung sie erfahren haben. Vier von zehn HauptschülerInnen besuchten zu dem Zeitpunkt der zweiten Erhebung eine weiterführende Schule. Ein Viertel nahm an einer berufsvorbereitenden Maßnahme teil und ein weiteres Viertel hat eine Berufsausbildung begonnen. Zwei Prozent blieben unversorgt.

Mit 86 Prozent besucht der überwiegende Teil der 76 befragten FörderschülerInnen nach der Schule ein berufsvorbereitendes Angebot. Die wichtigsten Ratgeber in dieser Zeit waren hauptsächlich die Eltern, Lehrer, Berufberater und die Arbeitsagentur.

Die Studie zeigt, dass deutlich mehr FörderschülerInnen von institutionellen Personen unterstützt werden, als HauptschülerInnen. LehrerInnen sowie die Agentur für Arbeit sind bei der Beratung maßgebend. Für die HauptschülerInnen spielen diese Institutionen eine geringere Rolle.

Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die FörderschülerInnen systematisch auf das Ende ihrer Schulzeit vorbereitet werden. So absolvieren fast alle im letzten Schuljahr ein Praktikum und fast alle Jugendlichen erhalten von der Berufsberatung/ Arbeitsagentur Unterstützung für ihre berufliche Zukunftsplanung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/7115


Informationsstand: 27.05.2009

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