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Bibliographische Angaben zur Publikation

Drei Partner - ein Ziel: Dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt durch verzahnte Ausbildung


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2007, 27. Jahrgang (Heft 2), Seite 19-23, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2007



Abstract:


In dem Artikel wird die verzahnte Ausbildung METRO Group mit Berufsbildungswerken/Berufsschulen (VAMB) vorgestellt.

Gefördert wird das Modellprojekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Jobs ohne Barrieren.

Es soll zeigen, wie das Konzept verzahnte Ausbildung erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann. Ziel des VAMB-Projektes ist die Integration junger Mensche mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Dies soll unter anderem erreicht werden durch individuelle Förderung in der Kombination außerbetriebliche/ betriebliche Ausbildung und frühzeitige Auseinandersetzung mit der betrieblichen Praxis. Die Jugendlichen wurden von den Berufsbildungswerken ausgesucht.

Zu den Auswahlkriterien zählen Motivation und Interesse, Integrationsfähigkeit in den Betrieb, Umgänglichkeit, Zuverlässigkeit und Kontaktfreudigkeit. Die Aufgabe der Berufsbildungswerke war es, ihre sonderpädagogischen Kompetenzen in die Zusammenarbeit mit den Metro-Ausbildungsbetrieben einzubringen.

Die Teilnehmer der verzahnten Ausbildung waren während der 12-monatigen Praxisphase vollwertige Mitglieder der Ausbildungsgruppe und nahmen an den internen Schulungen teil. Außerdem gab es spezielle VAMB-Tage, die zum Ziel hatten, Vorurteile bei den nicht behinderten Teilnehmern abzubauen. Der wissenschaftlichen Begleitung oblag die Definition von Qualitätsstandards und deren Sicherung, die Entwicklung eines Identitätsbildes, die Flexibilisierung und Modernisierung der Leistungsangebote in der Betriebspraxis.

In vier Staffeln nahmen über 100 Jugendliche zwischen 2005 und 2007 am verzahnten Ausbildungsprojekt teil. Während der Praxisphase machten die Jugendlichen unterschiedlich große Fortschritte und in den praktischen Prüfungen erzielte die Untersuchungsgruppe etwas bessere Ergebnisse als die Gruppe der übrigen Auszubildenden in den Berufsbildungswerken.

Nicht gemessen werden konnte eine erwartete deutliche Steigerung der Sozialkompetenz. Insgesamt ließen sich die Jugendlichen mehrheitlich gut in den Betrieb integrieren, anfängliche Konflikte konnten durch pädagogische Interventionen der Mitarbeiter der Berufsbildungswerke beigelegt werden. Die erwartete Integrationsquote der Teilnehmer in die Einsatzbetriebe nach Abschluss der Ausbildung ließ sich nicht erfüllen.

Da oftmals Schwächen in der Selbst- und Sozialkompetenz Probleme zu Beginn der Ausbildung verursachten, möchten die METRO-Ausbilder künftig bei der Auswahl der Teilnehmer beteiligt werden. Die Jugendlichen wurden jedoch überwiegend positiv aufgenommen.

Auch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern wird als positiv bewertet. Die Auszubildenden sahen vor allem Vorteile im Hinblick auf die persönliche Entwicklung, den Umgang mit Kunden und die Möglichkeit, im Anschluss der Ausbildung eine Anstellung zu bekommen. Sie fühlten sich von ihren Ausbildern unterstützt und gebraucht.

Trotz einer positiven Bilanz mussten ein Drittel der Teilnehmer den Einsatz in den Betrieben vorzeitig beenden. Vor diesem Hintergrund gilt es die Eignung der Jugendlichen für die verzahnte Ausbildung künftig noch stärker zu prüfen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Projekt Verzahnte Ausbildung Metro Berufsbildungswerke (V.A.M.B) | REHADAT-Forschung
Folgeprojekt Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/6209


Informationsstand: 01.08.2007

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