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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ausbildungsinitiative verschafft Jugendlichen mit Lernbehinderungen im Kreis Freudenstadt eine Chance


Autor/in:

Günther, Waltraud


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2007, 27. Jahrgang (Heft 2), Seite 13-14, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2007



Abstract:


In dem Artikel beschreibt Dr. Waltraud Günther, Rektorin der Christophorus-Schule Freudenstadt, eine Ausbildungsinitiative für Jugendliche mit Lernbehinderung. Lediglich 15 bis 20 Prozent der Förderschüler werden direkt in einen Ausbildungsplatz vermittelt.

Im Kreis Freudenstadt ist es gelungen, alle an der beruflichen Eingliederung von Absolventen der Förderschule Beteiligten in einem schlagkräftigen Netzwerk zu vereinigen.

Die neue Ausbildungsinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, Brüche im Rahmen des Prozesses der beruflichen und sozialen Eingliederung zu vermeiden und zusätzliche Sonderausbildungsgänge für Jugendliche aufzubauen.

Initiiert wurde diese Ausbildungsinitiative von Dr. Kurt Schmalz, der den der mittelständischen Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH aus Glatten im Schwarzwald gemeinsam mit seinem Bruder in dritter Generation führt.

Dr. Kurt Schmalz ist es hierbei gelungen, die Personalleiter der großen metallverarbeitenden Betriebe des Kreises Freudenstadt an einen Tisch zu bekommen. Durch einen gemeinsam verabschiedeten Aktionsplan der Initiativfirmen, der zusammen mit Vertretern der IHK und des Landkreises, der Berufsschule und der Förderschule erarbeitet wurde, konnten für die Abgänger der Christophorus-Schule Freudenstadt und der Roßbergschule Horb zehn Ausbildungsplätze als Metallfeinbearbeiter beziehungsweise Teilezurichter neu eingerichtet werden.

Inzwischen sind alle Hürden überwunden, die Ausbildungsverträge für die zehn Jugendlichen sind unterzeichnet, ein Teil dieser Mädchen und Jungen wird während der Berufsschulzeit zusätzlich durch einen ehrenamtlichen Lernbegleiter unterstützt.

Die rechtlichen Grundlagen, die von der Ausbildungsinitiative beachtet werden mussten, gehen aus dem Ausschließlichkeits-Grundsatz in § 4 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und § 27 Handwerksordnung (HwO) hervor; hierbei gilt, dass für einen anerkannten Ausbildungsberuf nur nach der beschlossenen Ausbildungsordnung ausgebildet werden darf. Ausnahmen von diesen Bestimmungen enthält § 66 BBiG und § 42b HwO.

Danach können für behinderte Menschen, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt, auf Auftrag Ausbildungsregelungen entsprechend den Empfehlungen des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung aus den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe geschaffen werden (Reha-Ausbildung).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/6207


Informationsstand: 01.08.2007

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