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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bundesagentur für Arbeit: Neuausrichtung der beruflichen Rehabilitation


Autor/in:

Hansen, Jens


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2009, 29. Jahrgang (Heft 1), Seite 4-6, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2009



Link(s):


Link zur Präsentation des Vortrags (PDF, 343 KB).


Abstract:


Die Bundesagentur für Arbeit hat mit ihrem Konzept Handlungsprogramme im Bereich der beruflichen Rehabilitation und Vermittlung von schwerbehinderten Menschen (HP Reha/SB), in dem behinderte junge Menschen bei ihrem beruflichen Einstieg unterstützt werden, ihren gesetzlichen Auftrag zur Teilhabe am Arbeitsleben neu gestaltet. Im Team Reha/SB werden behinderte junge Menschen, die vor dem Übergang von der Schule in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt stehen, bei ihrer beruflichen Ersteingliederung unterstützt.

Im beruflichen Integrationsprozess werden die spezifischen Belange lernbehinderter Jugendlicher und Erwachsener und die gesetzlichen Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird kundenorientiert und zielgerichtet vorgegangen, wobei der Beratungs- und Vermittlungsprozess für alle Beteiligten transparenter, verbindlicher und nachvollziehbarer werden soll.

Der Kontakt zwischen Absolventen von Förderschulen und der Bundesagentur für Arbeit wird durch den Berater im Rahmen der Berufsorientierung hergestellt, der den Schülern ein Arbeitspaket mit Anmeldebogen sowie Gesamtbeurteilungsbogen der Schule zur Verfügung stellt, mit dessen Hilfe sich beide Seiten auf das Beratungsgespräch vorbereiten können.

Der Gesamtprozess Reha besteht aus Berufswahlprozess und Integrationsprozess. Im Integrationsprozess erfolgt zunächst eine eingehende Auseinandersetzung mit der individuellen Situation und die Beschreibung des Kundenprofils. Aus diesen Bewertungen leiten sich die Kundengruppen Marktkunden, Beratungskunden Aktivieren, Beratungskunden Fördern und Betreuungskunden ab. Im Rahmen eines beruflichen Rehabilitationsverfahrens werden nur Beratungskunden gefördert oder Betreuungskunden betreut, denn nur bei ihnen besteht ein Zusammenhang zwischen Behinderung und Unterstützungsbedarf zur beruflichen Eingliederung.

Auf der Grundlage der Standortbestimmung erfolgt eine einzelfallbezogene Festlegung über Art und Umfang der notwendigen Maßnahmen. Mithilfe der Standortbeschreibung und der Kundendifferenzierung ist eine Verständigung über das gesamte Vorgehen verbunden. Gemeinsam legen Reha-Berater und Kunde fest, wie das Ziel verfolgt wird und legen darüber eine schriftliche Ziel- und Eingliederungsvereinbarung fest. Grundsätzlich ist dabei das Ziel mit der höchsten Erfolgsaussicht anzustreben.

Jedes Handlungsprogramm hat ein spezifisches Programmziel. So sind der Abbau von Ausbildungs- beziehungsweise Beschäftigungshürden und die Qualifizierung für Beratungskunden Fördern konzipiert. Die Herstellung der Ausbildungsreife richtet sich dagegen an Jugendliche mit dem Ziel Ausbildung. Die Werkstatt für behinderte Menschen ist ein mögliches Ziel für Betreuungskunden. Auf der Grundlage des Handlungsprogramms werden die Maßnahmen nach den Prinzipien Passgenauigkeit, Erfolgssicherheit und Wirkung bewilligt.

Da der Prozess der Teilhabe am Arbeitsleben erst mit einer dauerhaften Integration in den Arbeitsmarkt abgeschlossen ist, bedeutet eine Ausbildung für die Ersteingliederung im Reha/SB-Bereich ein Zwischenziel auf dem Weg zur dauerhaften Integration. Aus diesem Grund muss immer das Ziel Aufnahme einer Beschäftigung berücksichtigt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/0031


Informationsstand: 28.05.2009

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