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Bibliographische Angaben zur Publikation

Hilfsmittel: Treppenüberwindung mit Hilfe fest montierter Anlagen


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)


Quelle:

Muskelreport, 2003, Heft 3, Seite 54-56, Freiburg im Breisgau: Eigenverlag, ISSN: 0178-0352


Jahr:

2003



Abstract:


Bezug auf Aktenzeichen 23 S 452/96, LG Duisburg, 10.12.1996

Vorgestellt werden verschiedene Varianten fest installierter Treppenlifte. Es werden Tipps zur Auswahl des richtigen Modells und zur Finanzierung gegeben. In Deutschland werden etwa 60 verschiedene Treppenlifter angeboten.

Es gibt vier verschiedene Varianten von Treppenliftern, die näher beschrieben werden:
- Der Plattformlifter ist für den Transport von Rollstühlen geeignet.
- Anlagen mit Rollstuhlaufhängung sind besonders platzsparend und für enge Treppenhäuser geeignet, können jedoch nicht allein oder mit einem Elektro-Rollstuhl genutzt werden.
- Der Sitzlifter sollte lediglich dann in Erwägung gezogen werden, wenn bei dem Nutzer eine spätere Benötigung eines Rollstuhls ausgeschlossen werden kann.
- Gleiches gilt für die vierte Variante, die Stehplattform. Statt eines Sitzes dient hier eine schmale Plattform als Treppenhilfe. Für die stehende Beförderung ist allerdings ein hoher Grad an Reststabilität in den Beinen nötig.

Der Durchschnittspreis eines Treppenlifts liegt bei circa 18.000 Euro. Diese Kosten müssen in der Regel zum großen Teil privat getragen werden. Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit zahlt die Pflegekasse max. 2557 Euro; gilt der Einbau als berufliche Rehabilitationsmaßnahme, zahlen je nach Einzelfall die gesetzliche Unfallversicherung, Rentenversicherung oder die BfA. In einigen Bundesländern gibt es noch weitere Förderprogramme.

Bei der Auswahl eines Anbieters sollten folgende Kriterien berücksichtigt werden: Kosten, Erreichbarkeit des Anbieters (zum Beispiel an Feiertagen, am Wochenende oder nachts), Garantieleistungen (kostenlose Beseitigung von Produkt- und Montagemängeln sollte für mindestens zwei Jahre gewährt werden) und Wartungsvertrag (Treppenlifter müssen jährlich gewartet werden; die Preisspanne einer Wartung liegt zwischen 150-250 Euro).

Darüber hinaus sollte der Anbieter über eventuell notwendige Prüf- und Zulassungsverfahren aufklären, diese sind regional unterschiedlich. Beim Einbau eines Liftes in ein Mehrfamilienhaus ist die Einwilligung des Hauseigentümers erforderlich, dieser darf den Einbau jedoch nicht ablehnen

(Urteil am Landgericht Duisburg Az. 23 S 452/96).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Treppenlifte | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Muskelreport
Homepage: https://www.dgm.org/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0075/3312


Informationsstand: 22.10.2003

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