Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Bedeutung der Europäischen Union für die Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland


Autor/in:

Angermann, Wolfgang


Herausgeber/in:

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS); Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)


Quelle:

horus - Marburger Beiträge, 1995, 57. Jahrgang (Heft 1), Seite 4-7, Marburg: DVBS, ISSN: 0724-7389


Jahr:

1995



Abstract:


Der Autor gibt einen groben Überblick über die Arbeit der Verbindungskommission der Europäischen Blindenunion (EBU), einem Zusammenschluss vom europäischen Regionalkommitee des Weltrates für die Blindenwohlfahrt und der Internationalen Föderation der Blinden. Dabei geht er zunächst auf die noch recht junge Geschichte der entsprechenden Organisationen im Blinden- und Sehbehindertenwesen ein, um sich anschließend im Detail mit der Europäischen Blindenunion auseinander zu setzen.

Jeder Staat stellt in der EBU sechs Delegierte, welche sich in Deutschland aus dem Deutschen Blindenverband, dem Bund der Kriegsblinden Deutschlands, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie dem Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen zusammensetzen.

Die laufenden Arbeiten werden von speziellen Verbindungskommissionen durchgeführt, wobei folgende Arbeitsschwerpunkte gebildet wurden:
- Kultur und Information,
- Zusammenarbeit mit Ländern in der dritten Welt,
- spezielle Belange taubblinder Menschen,
- Jugendarbeit,
- besondere Belange älterer blinder und sehbehinderter Menschen,
- Wahrnehmung der Interessenten blinder und sehbehinderter Frauen,
- besondere Belange Sehbehinderter,
- Mobilität und Führhunde,
- berufliche Eingliederung und Beschäftigung,
- soziale Rechte,
- technische Hilfen und Dienstleistungen.

Entsprechend den Staaten in der Europäischen Union sind in der Verbindungskommission folgende Länder vertreten: Irland, Großbritannien, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgen, Luxemburg, Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und Portugal.

Im Weiteren wirft der Autor einen Blick auf verschiedene Arbeitsschwerpunkte der Verbindungskommission, die weitgehend bestimmt sind durch die in Brüssel aufgelegten Programme und Fördermaßnahmen. Dazu zählen insbesondere:

- HELIOS (das allgemeine Programm der Europäischen Union zur Förderung der Belange behinderter Menschen),
- TIDE (ein Programm, das dazu beitragen soll, durch technische Hilfen älteren und behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu erleichtern),
- HANDINET (ein Projekt, das darauf abzielt, eine umfassende europäische Datenbank über technische
Hilfsmittel zu erstellen und ständig zu aktualisieren),
- HORIZON (ein Programm, das dazu dient, gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen von einem Mitgliedstaat der Europäischen Union in einen anderen zu übertragen),
- Phare (ein Programm, das dazu dient, Fördermaßnahmen zu unterstützen, die von Mitgliedstaaten der Europäischen Union zugunsten von Staaten in Osteuropa durchgeführt werden),
- Europäischer Entwicklungsfond (bei dem die Kommission für die Zusammenarbeit mit Ländern in der dritten Welt versucht, die Unterstützung konkreter Projekte zu beantragen).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


horus - Marburger Beiträge
Homepage: https://www.dvbs-online.de/index.php/publikationen/horus

Die Fachzeitschrift erscheint viermal jährlich in Schwarzschrift, Blindenschrift und als 'horus digital' auf CD.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0073/1234


Informationsstand: 09.08.1995

in Literatur blättern