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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget: Geld- statt Sachleistungen

Was bringt es, wenn Leistungsempfänger ein persönliches Budget statt Sachleistungen erhalten? Eine Tagung sollte Klarheit bringen



Autor/in:

Schuren, Werner


Herausgeber/in:

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK)


Quelle:

Leben und Weg, 2003, 43. Jahrgang (Ausgabe 4), Seite 8, Krautheim/Jagst: Eigenverlag, ISSN: 0724-3820


Jahr:

2003



Abstract:


Der Artikel gibt den Bericht eines Teilnehmers der Tagung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte wieder, die im Mai 2003 die Behindertenverbände dazu einlud, die Frage zu diskutieren, wie das im Sozialgesetzbuch IX vorgesehene persönliche Budget umgesetzt werden kann oder sollte.

Mit dem SGB IX sollten die Wunsch- und Wahlrechte der Leistungsberechtigten erweitert werden. Nunmehr können die Rehabilitationsträger alle Leistungen auch durch ein persönliches Budget erbringen.

Das Budget ist eine Form der Geldleistung. Dabei erhalten Menschen mit Behinderung von den Rehaträgern bedarfsgerecht ein angemessenes Budget anstelle der herkömmlichen Sachleistung. Damit bezahlen sie die von ihnen individuell benötigten Leistungen.

Behindertenpolitisch verbinden Politiker mit der Budgetierung die Hoffnung, dass Menschen mit Behinderung ein verändertes Rollenverständnis gewinnen: weg vom 'Versorgten', hin zum Verbraucher.

Da es in Deutschland noch wenig Erfahrungen mit der Budgetierung gibt, sollen die Rehaträger in Modellprojekten prüfen, welche Leistungen sich dafür eignen - verschiedene Modellprojekte werden kurz genannt.

Forderungen und Feststellungen der Tagung waren unter anderem:
- Budgetierung darf nicht an spezifischen Bedarf gekoppelt werden
- Budgetierung muss allen Leistungsberechtigten offen stehen
- Es muss eine trägerunabhängige Beratung geben (zum Beispiel durch Behindertenverbände)
- Bedarf sollte ohne Legitimationsdruck ermittelt werden
- Leistungen aus unterschiedlichen Trägerzuständigkeiten sollten 'aus einer Hand' erfolgen
- Qualitätssicherung durch die Behindertenverbände


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Leben & Weg - Magazin für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Körperbehinderung
Homepage: https://www.bsk-ev.org/publikationen/leben-weg/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0065/3414


Informationsstand: 02.12.2003

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