Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufskrankheiten im Bereich der oberen Extremitäten in Frankreich, Großbritannien, Finnland und Dänemark


Autor/in:

Spannhake, Karen; Seidler, Andreas; Mester, Birte [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2005, Band 55 (Heft 6), Seite 197-198, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2005



Abstract:


Es werden die Berufskrankheiten-Systeme folgender europäischer Länder unter besonderer Berücksichtigung der muskuloskelettalen Berufskrankheiten im Bereich der oberen Extremitäten dargestellt: Frankreich, Großbritannien, Finnland und Dänemark. Durch den Vergleich mit den deutschen Anerkennungsregeln der muskuloskelettalen Berufskrankheiten werden Aspekte herausgearbeitet, die für eine Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens im deutschen System von Bedeutung sind.

Die Darstellung stützt sich auf Zahlen des nationalen Berufskrankheitenvorkommens sowie Veröffentlichungen des europäischen Netzwerks EUROGIP als auch auf Experteninterviews, die in den einzelnen Ländern mit Vertretern von Kranken- und Unfallversicherungen, Wissenschaftlern, Medizinern und Gewerkschaftern geführt wurden.

Im Vergleich zu den vier untersuchten Ländern Großbritannien, Finnland, Dänemark, und Frankreich fällt die deutsche Entschädigungspraxis hinsichtlich der Anerkennungsquote bei Erkrankungen im Bereich der oberen Exremitäten sehr niedrig aus. Zum einen ist dafür das Karpaltunnelsystem verantwortlich, das in Deutschland noch nicht als Berufskrankheit anerkannt ist, in Frankreich, Dänemark und Großbritannien aber bedeutend zum Berufskrankheitenumfang beiträgt.

Auch die Abwicklung der Berufskrankheiten-Verfahren in den anderen europäischen Ländern spielt eine Rolle: Im Gegensatz zum Vorgehen in Deutschland wird in den Vergleichsländern in der Regel bei einem entsprechenden Krankheitsbild und der arbeitstechnischen Voraussetzung ohne medizinische Zusammenhangsbeurteilung von dem Vorliegen einer Berufskrankheit ausgegangen. Einen Unterlassungszwang gibt es bis auf eine Ausnahme in Dänemark nicht. Konkurrierenden Erkrankungen und Belastungen werden eine geringere Bedeutung beigemessen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Occupational diseases in the area of the upper extremities in France, Great Britain, Finland and Denmark


Abstract:


The French, British, Finish and Danish system of occupational diseases will be described below with special emphasis on occupational diseases in the area of upper extemities. The regulations on recognition will be compared, to see whether this suggests new questions related to the German discussion on occupational diseases of the upper limbs. The presentation is baded on national figures of occupational diseases, publications of the National Board of Industrial Injuries of the European 'Network' - EUROGIP and also on expert interviews with representatives of the national health insurers, scientists, physicans and trade unions.

The recognation figures for diseases of the upper limbs are markedly higher in France, Great Britain, Finland, and Denmark than in Germany. The reason for this is on the one hand carpal tunnel syndrome, which ist not recognised as an occupational disease in Germany, while in France, Denmark and Great Britanin this makes a significant contribution to occupational disease figures. On the other hand, the handling of the occupational disease procedure in these other European countries also plays an important role: In contrast to the procedure in Germany, the other countries under comparison generally assume the presence of an occupational disease when corresponding symptoms and other technical work requirements are present, without an assessment of the overall medical context. With the exception of one disease in Denmark, there is no compulsion to refrain from such work. Concurrent illnesses and stresses are attributed lesser importance.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/0037


Informationsstand: 29.07.2005

in Literatur blättern