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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chronische Krankheit im Sozialgesetzbuch

Workshop am 30.6.2006 in Lübeck



Autor/in:

Köster, Philipp; Lüßenhop, Bianca; Welti, Felix


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2007, 46. Jahrgang (Heft 3), Seite 187-193, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2007



Abstract:


Am 30. Juni 2006 fand bei der Deutschen Rentenversicherung Nord in Lübeck der zweite Workshop zum Projekt Chronische Krankheit im Recht der medizinischen Rehabilitation und der gesetzlichen Krankenversicherung statt. Im ersten Teil der Workshops ging es um medizinische Rehabilitation und um ihre Anspruchsvoraussetzungen im Einzelnen.

Der erste Referent, Harry Fuchs, referierte zum Thema: Die chronische Krankheit im Recht der medizinischen Rehabilitation - Inwieweit werden chronische Kranke nach den geltenden Vorschriften besonders berücksichtigt?

Er wies zunächst auf den Unterschied von Leistungen zur Teilhabe und der Akutbehandlung hin und kam dann auf den Begriff der chronischen Krankheit zu sprechen. Zweiter Referent war Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der Landesvertretung Schleswig-Holstein der Techniker Krankenkasse. Thema seines Vortrags war: Chronische Krankheit im Kontext des SGB V - Prävention, Akutbehandlung und Rehabilitation. Zunächst legte er dar, dass Krankenbehandlung und Rehabilitation nur in der Gesamtschau betrachtet werden können und kam dann auf die verschiedenen Ebenen Prävention, Krankenbehandlung und Rehabilitation zu sprechen. Abschließend sprach er die Krankenbehandlung an, die in § 27 SGB V definiert sei und grundsätzlich auch die Belange chronisch kranker Menschen berücksichtige.

Im zweiten Teil ging es um Chronische Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Prof. Dr. Ingo Heberlein referierte zur Berücksichtigung der Vorschrift des § 8 Absatz 3 SGB IX in der Praxis und der Frage, ob ein Leistungsanreiz der Rehabilitationsträger für Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit fehle. Heberlein kam auch auf die Teilhabeleistungen bei Pflegebedürftigkeit zu sprechen.

Im dritten Teil referierte Bianca Teichert zur Frage, ob auch Personen, die von einer chronischen Krankheit bedroht sind, vom Präventionsvorrang des § 3 SGB IX umfasst seien. Danach hielt Dr. Michael F. Schuntermann von der Deutschen Rentenversicherung Bund einen Vortrag mit dem Thema: Chronische Krankheit und ICF - Welche Brücken gibt es zwischen Krankheits- und Behinderungsbegriff? Die nachfolgende Referentin war Dr. Angela Schürmann, die in ihrem Vortrag die Gesamtversorgung chronischer Krankheiten in der Praxis am Beispiel von chronisch-psychischen Erkrankungen darstellte. Anschließend befasste sich Dr. Wolfgang Heine mit der Frage: Case Management als Alternative zum Disease Management? Über die Erfordernis einer Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten innerhalb des Sozialgesetzbuches referierte PD Dr. Felix Welti von der Universität Kiel. Letzter Referent war Dr. Hartmut Haines zum Thema: Die chronische Krankheit innerhalb der Normen des SGB IX.

Insgesamt, so die Autoren, sei deutlich geworden, dass es unterschiedliche Meinungen dazu gebe, ob die chronische Krankheit ausreichend im SGB berücksichtigt wurde. Größtenteils war man sich jedoch einig, dass noch mehr getan werden muss, um die bereits vorhandenen Normen in der Praxis umzusetzen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/6249


Informationsstand: 17.09.2007

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