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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Ausbau der ambulanten Rehabilitation


Autor/in:

Maier-Riehle, Brigitte; Schliehe, Ferdinand


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2002, 41. Jahrgang (Heft 2/3), Seite 76-80, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2002



Abstract:


Bisher wurden medizinische Rehabilitationsleistungen überwiegend stationär durchgeführt. Dabei ist in den letzten 10 Jahren ein verstärkter Ausbau der ambulanten Rehabilitation zu verzeichnen. Durch das In-Kraft-Treten des SGB IX zum 1. Juli 2001 wurden die zuvor bestehenden rechtlichen Nachteile für ambulante Rehabilitation beseitigt. Als Grundlage für den weiteren Ausbau wurden im letzten Jahr sowohl auf der Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation als auch bei verschiedenen Rehabilitationsträgern die bestehenden Konzepte für die ambulante Rehabilitation weiterentwickelt und konkretisiert.

Wichtige konzeptionelle Anforderungen sind nach wie vor die Prinzipien der Ganzheitlichkeit, Interdisziplinarität, Rehazielorientierung und der Zusammenarbeit im Rehateam. Der Ausbau der ambulanten Rehabilitation im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung spiegelt sich in der deutlichen Zunahme der ambulanten Modelle beziehungsweise Angebote sowie der ambulanten Rehabilitationsleistungen wider.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung legen nahe, dass bei ambulanter Durchführung eines umfassenden Rehabilitationsansatzes vergleichbare Behandlungsergebnisse erzielt werden können wie bei stationärer Durchführung. Für die Umsetzung der ambulanten Rehabilitation wurden auf regionaler Ebene im Bereich verschiedener Rentenversicherungsträger bereits gemeinsame Koordinierungsebenen mit den Krankenkassen geschaffen mit dem Ziel, beim Ausbau der ambulanten Rehabilitation zusammenzuarbeiten. Renten- und Krankenversicherung planen derzeit ein gemeinsames Qualitätssicherungsprogramm für ambulante Rehabilitationseinrichtungen.

Aufgrund der verstärkten Umsetzung der ambulanten Rehabilitation ist zu erwarten, dass die Zahl der ambulanten Rehabilitationsangebote und damit die Möglichkeiten für eine flexiblere Ausgestaltung der medizinischen Rehabilitation weiter zunehmen werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Expanding Outpatient Rehabilitation


Abstract:


Up to now, the majority of rehabilitative measures in Germany has been performed in inpatient programmes. In the past ten years, an expansion in outpatient rehabilitation can be noted. Owing to new social welfare legislation the legal disadvantages for participants in outpatient rehabilitation have been eliminated on the 1st July 2001.

In the past year, the Federal Rehabilitation Council as well as various rehabilitation providers have further developed and specified their concepts in outpatient rehabilitation. Concept requirements still include the principles of holism, interdisciplinarity, goal-oriented rehabilitation and team-work of the rehabilitation staff. The extension of outpatient rehabilitation in the sphere of the German pension insurance scheme is documented by the increase in models respectively regular services and rehabilitative measures.

The results of the evaluation suggest that the outpatient realization of a comprehensive rehabilitation concept yields results comparable to those of the inpatient realization. In some regions there is a strong cooperation between pension insurance institutes and corresponding health insurance companies in order to extend outpatient rehabilitation. A quality assurance programme for outpatient rehabilitation will be developed. It can be expected that the extension of outpatient rehabilitation will continue, and thus the possibilities of a more flexible medical rehabilitation will increase.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/3403


Informationsstand: 20.08.2002

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