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Bibliographische Angaben zur Publikation

Subjektive Gesundheit, Rehabilitationsbedürftigkeit und -inanspruchnahme im West-Ost-Vergleich

Ergebnisse einer Versichertenbefragung der BfA und der LVA Sachsen



Autor/in:

Klosterhuis, Here; Stallmann, Martina; Löffler, Heinz E. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1999, 38. Jahrgang (Heft 2), Seite 128-133, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1999



Abstract:


Gesetzliche Vorgaben sowie interne Bemühungen um eine Flexibilisierung des rehabilitativen Versorgungsangebotes der gesetzlichen Rentenversicherung haben zu erheblichen Veränderungen in diesem Bereich geführt. Im Rahmen dieses Entwicklungsprozesses haben die BfA und die LVA Sachsen Ende 1997 eine Befragung ihrer Versicherten durchgeführt, die vor allem die Rehabilitationsbedürftigkeit und die Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen zum Gegenstand hatte. Die Befragungsergebnisse werden unter dem Blickwinkel des Ost-West-Vergleichs dargestellt. Rund 29. 000 zufällig ausgewählten Versicherten wurde ein Fragebogen zugeschickt. Der Rücklauf betrug 43 Prozent.

Die Angestellten Ost geben im Vergleich zu den Angestellten West einen besseren subjektiven Gesundheitszustand an, wobei der Unterschied bei den Frauen deutlicher ausfällt. Subjektiv wahrgenommener Gesundheitszustand und eine mögliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit korrelieren stark. Der Anteil subjektiv Rehabilitationsbedürftiger beträgt mit 24 Prozent für die LVA Sachsen das Doppelte des Anteils bei den Angestellten Ost. Versicherte mit hoher Arbeitsbelastung sehen sich - bei gleichem subjektiven Gesundheitszustand - häufiger als rehabilitationsbedürftig an.

Der Informationsstand bezüglich der Rehabilitation ist unter den Versicherten Ost deutlich niedriger. Weitere Gründe, keinen Antrag auf Rehabilitation trotz gefährdeter Erwerbsfähigkeit zu stellen, sind die Selbstbeteiligung und Probleme im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz. Diese Argumente für einen Antragsverzicht finden sich häufiger bei Versicherten aus den neuen Bundesländern. Insgesamt zeigen sich für den Rehabilitationsbereich relevante Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die berufliche Rehabilitation.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

West/East Comparison of Subjective State of Health, Need for and Use of Rehabilitation - Results from a Survey of the BfA and LVA Sachsen


Abstract:


There were substantial changes within the rehabilitation framework due to new laws as well as internal need for more flexibility. In connection with this process, the BfA and the LVA Sachsen initiated a survey among their insured persons, the main points being the need for and use of rehabilitative care.

The results of a West/East comparison are presented. A questionnaire was sent to approximately 29,000 insured persons, the overall response rate was 43%. White collar workers in the East reported a better state of health compared with those in the West, with the most profound differences found in females. Subjective health status and subjective working capability were highly associated. The proportion of persons who reported a need for rehabilitation amounts to 24% among the insured with the LVA Sachsen (blue collar workers, East) and 12% among the white collar workers in the East.

Independent of the state of health there was also an association between work stress and the need for rehabilitation. Persons from the East were less informed about rehabilitative care than persons from the West. Financial and workplace problems were among the major reasons not to apply for a rehabilitation measure even if there is a need. These reasons were mentioned more often in the East.

In conclusion, there are substantial differences between West and East concerning the rehabilitative health sector. A prominent role is played by the employment situation.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/2793


Informationsstand: 19.06.2000

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