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Bibliographische Angaben zur Publikation

Effekt der Rehabilitation auf den verzögerten Eintritt in die Berentung aufgrund von Erwerbsminderung


Autor/in:

Dannenmaier, Julia; Tepohl, Lena; Immel, Desiree [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2020, 59. Jahrgang (Heft 1), Seite 10-16, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2020



Abstract:


Hintergrund:

Erwerbsminderungsrenten (EM-Renten) stellen einen Großteil der indirekten Krankheitskosten von chronischen Rückenschmerzen dar.

Methodik:

Auf Basis von Sekundärdaten einer gesetzlichen Krankenkasse und der gesetzlichen Rentenversicherung wurde die Dauer bis zum Eintritt einer EM-Berentung bei Erwerbstätigen mit chronischen Rückenschmerzen untersucht. Dabei wurde neben soziodemografischen Faktoren und Behandlungsmerkmalen insbesondere der Effekt einer erfolgten Rehabilitation als potenzielle Einflussfaktoren untersucht.

Ergebnisse:

Bei Rehabilitand*innen begann die EM-Rente im Mittel 7,1 Monate später als bei Nicht-Rehabilitand*innen. Daraus resultieren 8?432,60 Euro höhere Beitragszahlungen zugunsten der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und der Deutschen Rentenversicherung (DRV) pro Rehabilitand*in. Bezogen auf die Gesamtzahl von 21?262 EM-Rentner*innen mit orthopädischer Indikation können dadurch 180,7 Millionen Euro eingespart werden. Der Zeitpunkt der EM-Berentung wurde vom Alter und vom Krankengeldbezug im vorherigen Monat signifikant beeinflusst. Einsparungen durch die Vermeidung des Eintritts in die EM-Rente wurden dabei in diesem Modell noch nicht berücksichtigt.

Schlussfolgerung:

Rehabilitand*innen beziehen später EM-Renten, wodurch länger Beitragszahlungen an die GKV und DRV geleistet werden können. Dies deutet darauf hin, dass die medizinische Rehabilitation eine kosteneffektive und wirksame Maßnahme sein kann.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Effect of Rehabilitation on the Delayed Entry into the Retirement due to Reduced Earning Capacity


Abstract:


Background:

Early retirements make up a large portion of indirect costs of illness caused by chronic back pain.

Methods:

Claims data from statutory health insurance and German Pension Fund provide the basis for analysis. Cox-Regression was performed for duration to early retirement, whereby beside sociodemographic and treatment characteristics, the effect of rehabilitation was considered.

Results:

Early retirement started on average 7.1 month later through rehabilitation. Therefore, rehabilitants made € 8,432.60 higher payments to statutory health insurance and German Pension Fund per rehabilitant. Based on the total number of 21,262 early retirees with orthopedic indications, this can save € 180.7 million. The timing of the early retirement was also affected by age and sickness benefits in the previous month. Savings by avoiding entry into early retirement have not yet been taken into account in this model.

Conclusion:

Rehabilitants receive later pensions due to reduced ability, which allow for more contributions to statutory health insurance and German Pension Fund. This indicates that medical rehabilitation is an economic and effective treatment.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0496


Informationsstand: 07.05.2020

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