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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stand der Qualitätssicherung in der Rehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung


Autor/in:

Gerwinn, Hans; Buschmann-Steinhage, Rolf; Egner, Uwe


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2006, 45. Jahrgang (Heft 3), Seite 221-231, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2006



Abstract:


Zehn Jahre nach Einführung des Qualitätssicherungsprogramms der Rentenversicherung ist Qualitätssicherung fester Bestandteil des Rehabilitationssystems in Deutschland. Rehabilitationseinrichtungen und Leistungsträger erhalten eine regelmäßige, aussagekräftige Berichterstattung zur Qualitätssicherung, die zur Steigerung der Qualität der Rehabilitation geführt hat. Seit 2001 bestehen gesetzliche Regelungen zur Qualitätssicherung nach § 20 Absatz 1 Sozialgesetzbuch IX.

Das Programm für die stationäre medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen wird ständig weiterentwickelt, aktuell durch eine Optimierung der Patientenbefragung und die Einbeziehung von Prozessleitlinien. Neu- und Weiterentwicklungen etwa in der ambulanten medizinischen Rehabilitation und der stationären medizinischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen werden zwischen den Rehabilitationsträgern aus Renten- und Krankenversicherung abgestimmt.

Im Bereich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde mit dem Aufbau der Qualitätssicherung begonnen. Nach der Erstellung eines Rahmenkonzeptes befassen sich erste Aktivitäten unter Berücksichtigung der Vielfalt der Leistungsarten mit einer Rehabilitandenbefragung, der Evaluation des Integrations- und Förderplans und Analysen zum Eingliederungserfolg als wichtigstem Parameter der Ergebnisqualität. Externe Qualitätssicherung dient auch der Intensivierung des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.

Künftig ist vorgesehen, dass die Einrichtungen nachweisen, dass ihr internes Qualitätsmanagement bereitgestellte Informationen entsprechend nutzt. Welchen Weg eine Rehabilitationseinrichtung wählt, um ihre Leistungsfähigkeit insgesamt zu verbessern, verbleibt ihre eigene Entscheidung. Einrichtungsbezogene Ergebnisse des Qualitätssicherungsprogramms sollen mittelfristig allen Interessierten und insbesondere den Versicherten zugänglich gemacht werden.

Ziel ist es, aus den Ergebnissen der Qualitätssicherungsprogramme perspektivisch deutlichere Konsequenzen für die Belegung und Vergütung von Rehabilitationseinrichtungen zu ziehen. Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement werden auch künftig wichtige Argumente in der sozialpolitischen Diskussion um die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sein.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Quality Assurance in Rehabilitation under the German Pension Insurance Scheme


Abstract:


Ten years after its introduction, the German Pension Insurance´s quality assurance programme is firmly established within the rehabilitation system. Regular, substantive reporting to rehabilitation centres and pension insurance organisations has contributed to improving the quality of rehabilitation. Legal codification of quality assurance stipulations has existed since 2001.

The programme is in constant development, e.g. by optimization of patient interviewing and inclusion of evidence-based clinical practice guidelines. New programmes, e.g. in inpatient rehabilitation of children and youths or in outpatient rehabilitation, are being developed together with the German health care organizations. In the field of vocational rehabilitation quality assurance had started out with a conceptual study followed by projects concerning client interviewing, evaluation of documentation instruments, and analyses relative to the most important outcome factor, namely the vocational reintegration results achieved. External quality assurance is a mayor input factor for the rehabilitation centres´ internal quality management.

In future, rehabilitation centres will be asked to demonstrate the appropriate use of this information. It will remain the centres´ decision which method of quality management system implementation they choose. Quality assurance results of every centre are planned to be made publicly accessible in the medium term, in particular to the insurees. Moreover, the results of the quality assurance programmes are intended to clearly impact the allocation of patients as well as the remuneration of the rehabilitation centres concerned. Quality assurance and quality management will continue to play a major role in the political discussion of health care.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 37 SGB IX Qualitätssicherung, Zertifizierung | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0180


Informationsstand: 18.09.2006

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