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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der gesetzliche Auftrag der Werkstätten für Behinderte - Wunsch oder Wirklichkeit?


Autor/in:

Lösener, M.-L.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 1990, 29. Jahrgang (Heft 3), Seite 182-185, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

1990



Abstract:


Die vor zehn Jahren in Kraft getretene Werkstattverordnung sah vor, Behinderte zu schulen, um sie wieder in ein normales Arbeitsleben zurück- beziehungsweise einzuführen. Angesichts der Situation am Arbeitsmarkt sind Dauerarbeitsplätze die Regel geworden und die Anforderungen an die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) müssen neu geregelt werden. Persönlichkeitsförderung der Behinderten ist danach nicht mehr leistbar.

In der Alltagspraxis stoßen die Werkstätten für behinderte Menschen auf viele Probleme, unter anderem:
- steigende Bedarfszahlen;
- unzureichender Übergang in andere Beschäftigungsverhältnisse, stattdessen Dauerverbleib in den WfbM;
- Probleme durch Leistungsanforderungen und mit der Abhängigkeit von den Auftraggebern, mit Grundlohn- und Entgeltfragen;
- unzureichende Förderung Lernbehinderter, deren Arbeitsleistungen die WfbM dringend benötigen;
- Anpassungsschwierigkeiten bei den psychisch Behinderten in den WfbM;
- Stellenanrechnung der Zivildienstleistenden;
- ungelöste zivilrechtliche und arbeitsrechtliche Fragen bei Vertragsabschlüssen, die die geistig Behinderten betreffen (Doppelparagraf 104 ff. BGB);
- Kündigungsschutz und freie Wahl der WfbM durch behinderte Mitarbeiter, ihre Mitwirkung im Betrieb und die Rechte ihrer Angehörigen;
- Notwendigkeit sonderpädagogischer Qualifikationen der Werkstätten- und Gruppenleiter, auf denen die Last der Erwartungen und Schwierigkeiten im Alltag der WfbM liegt.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The legal mandate of the workshops of the disabled - wishful thinking of actual reality?


Abstract:


In August 1990,the 'Werkstättenverordnung' (the Workshops for the disabled ordinance) has been in force for ten years. Concluding a lengthy historical development, it describes an utopia seeking to implement the opportunity for personal growth and for economically viable productive activity, even-handedly and concurrently, for all disabled persons covered (except those with very severe disablement).

In everyday practice, such notions are confronted with major obstacles: growing demand; poor transition into other employment, terminal workshop employment instead; problems with performance requirements, with the dependence from customers, and with remuneration issues; insufficient promotional services for learning disabled clients whose labour performance is essential to the workshops; adjustment problems of clients with mental illness within the workshop; counting of alternative service attendants toward the staffing plan; unsolved civil and labour law issues relative to contracts involving mentally retarded persons; protection against dismissal, clients' right to freely choose the workshop, their co-determination and the rights of their relatives; the need for special educational qualification of workshop and group senior staff who have to face up to the expectations and difficulties in the day-to-day running of the workshops.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0070


Informationsstand: 04.09.1990

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