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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sprachpflege im Prozess der beruflichen Rehabilitation


Autor/in:

Roßa, Bernd


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berufliche Rehabilitation, 2000, 14. Jahrgang (Heft 1), Seite 30-38, Freiburg im Breisgau: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

2000



Abstract:


In dem Beitrag geht es um Beobachtungen zur Sprachanwendung und zur notwendigen Schaffung von Sprachentwicklungsmöglichkeiten im Berufsbildungswerk.

Die Anforderungen an Sprachkompetenz in beruflichen Situationen haben zugenommen. Die Sprache ist ein unverzichtbares Medium im Erwerb und in der Anwendung von Qualifikationen in der Ausbildung, im Arbeitsprozess wie auch in der Lebensgestaltung. In der 'postindustriellen Industriegesellschaft' mit ihren weltweiten Wirtschaftsverflechtungen und hochkomplexen Strukturen dient sprachlich kompetentes Handeln zum Austausch von notwendigen Informationen im Arbeitsprozess, zur Orientierung der eigenen Person und sozialen Position und zum Aushandeln von Lebensmöglichkeiten allgemein.

Im Jugendalter (Prozess der Adoleszenz) wird die Ausbildung der Identität der Rehabilitanden in der Aneignung biografischer Erfahrungen ausgebildet. Der Prozess wird durch die Auseinandersetzung mit der Sprache gefördert, differenziert, erweitert und reflektiert. Diese Annahmen führen zu der Konsequenz, dass es dringend erforderlich ist, der Sprache im Prozess der beruflichen Rehabilitation einen größeren Stellenwert zu geben und Sprachentwicklungsräume zu schaffen.

Nach allgemeinen Betrachtungen des Verfassers werden Versuche geschildert, ein sprachliches Kompetenztraining in verschiedenen Aspekten - ausgehend von der Berufsvor bereitung - durchzuführen. Dieses sollte systematisch im weiteren Verlauf einer Ausbildung erweitert werden, um den Rehabilitanden ein differenziertes Aneignen der beruflich erforderlichen Qualifikationen zu ermöglichen. Ein hohes Maß an Sprachbeherrschung ist eine Voraussetzung für ein selbstbewusstes Erleben, Leben und Handeln in der Welt von morgen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Cultivation of language in the process of vocational rehabilitation


Abstract:


This article discusses observations of linguistic usage and the necessity to establish possibilities of developing linguistic ability in a rehabilitation centre (here: Berufsbildungswerk). In our days work situations make high demands on linguistic competence. Language is an unrenounceable medium in the process of acquiring and using qualifications which everybody needs during the time of training and working and even in the course of organizing one's own life.

In the postindustrial society with its worldwide economic liabilities and highly complex structures, qualified linguistic usage serves to exchange information at work and to find points of references according to the own person and its social position, and it serves to handle the diverse living conditions coming up to everyone in his life.

Young people can develop their identity and reflect on it by learning from experience. This learning process is supported, differentiated and increased by dealing with linguistic resources. As a consequence, during the process of rehabilitation language should be payed more attention to and be practised and trained.

The author describes efforts to train linguistic competence systematically before the vocational training begins. On his opinion, such a training should be extended during the whole vocational rehabilitation. Having high standards in dealing with language is a condition for a qualified way of experiencing, living and acting in the world of tomorrow.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Berufliche Rehabilitation - Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/publikationen/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/2802


Informationsstand: 20.06.2000

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