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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklungschancen beruflicher Bildung aus der Sicht des DGB


Autor/in:

Seggern, Burkhard von


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berufliche Rehabilitation, 1999, 13. Jahrgang (Heft 1), Seite 10-15, Freiburg im Breisgau: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

1999



Abstract:


Es handelt sich umm ein Referat, das auf der Fachtagung 'Neue Wege der beruflichen Bildung - Chancen für junge Menschen mit Behinderungen' der BAG BBW am 10./11. November 1998 im 'Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH' gehalten wurde. Es werden die Entwicklungschancen beruflicher Bildung aus der Sicht des DGB dargestellt.

§ 10 SGB I legt die gleichberechtigte Teilnahme behinderter Jugendlicher an der beruflichen Bildung verbindlich fest. Jedoch ist die tatsächliche Umsetzung dieser gesetzlich geforderten Chancengleichheit heute immer noch lückenhaft.

Die Beteiligung Behinderter am Arbeitsleben liegt weit unter dem Durchschnitt, sie sind überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen; bei den jüngeren Menschen wird seit 1991 außerdem eine ständige Verschlechterung der Beteiligung an betrieblicher Ausbildung festgestellt. Die Betriebe zeigen also eine nur mangelhafte Integrationsfähigkeit sowohl bei der Ausbildung als auch bei den Arbeitsverhältnissen. Berufsbildungs-und Berufsförderungswerke setzen schon seit Jahren eine Vielzahl von Instrumenten ein, um größere Betriebsnähe zu erreichen, doch scheitern diese häufig an fehlender Kooperationsbereitschaft von Betrieben. Der Verfasser regt an, den Rehabilitanden einen Schadensersatzanspruch gegen den Träger zu gewähren, wenn ihnen Nachteile aus einer fehlenden Zusammenarbeit entstanden sind.

Der DGB verlangt eine Öffnung der Betriebe für die berufliche Rehabilitation und schlägt dafür zwei Wege vor:
Zum einen eine enge Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern, Betriebsräten und Schwerbehindertenvertretungen, um mittels Absprachen und Verträgen eine integrationsfördernde Best practice zu erarbeiten. Alternativ oder ergänzend dazu eine Verstärkung des staatlichen Drucks. Neben der beruflichen Rehabilitation wird auch die Wichtigkeit der beruflichen Bildung und Weiterbildung betont, deren Ziel die Vermittlung von Arbeit und die Sicherung von Arbeitsverhältnissen ist. Jeder Behinderte hat einen Anspruch auf die für ihn geeignete Form der Förderung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Development chances of vocational training from the point of view of the DGB


Abstract:


This text concerns a lecture held at the specialist conference 'New ways of vocational training - Chances for young people with disabilities' of the BAG BBW on 10/11 November 1998 at the 'Vocational Training Centre Leipzig for People with Hearing and Speech Damage gGmbH'. The development chances for vocational training from the point of view of the DGB are presented.

Paragraph 10 SGB I makes the equal participation of teenagers in vocational training compulsory. However, the actual transferral of this supported equal opportunity still has gaps. The participation of disabled people in working life is still well below average, they are over averagely affected by long-term unemployment; since 1991 a constant decrease in participation in company training has been established in young people.

Companies show only a poor ability to integrate in training as well as work relationships. For years vocational training and retraining centres have used a variety of instruments to achieve increased closeness to companies, however these often fail because of a lack of readiness by companies to cooperate. The author urges rehabilitants to demand compensation from the supporters if they are disadvantaged due to lack of cooperation.

The DGB demands an opening of companies for vocational rehabilitation and suggests two ways for this: One, a close cooperation between unions, employers, works councils and disabled representatives to develop integration supporting best practice by means of agreements and contracts. Alternatively or supplementary to this an increase in pressure from the state.

As well as the vocational rehabilitation the importance of vocational training and further training is emphasised, their aim is the procuring of jobs and the safeguarding of work relationships. Every disabled person has a right to the form of support suitable for him.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Berufliche Rehabilitation - Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/publikationen/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/2401


Informationsstand: 17.03.2000

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