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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsbildungswerke als Institutionen stellvertretender Inklusion - Eine Positionsbestimmung


Autor/in:

Lüdtke, Herbert; Hafner-Laux, Willibald; Kleve, Heiko


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW)


Quelle:

Berufliche Rehabilitation, 2015, 29. Jahrgang (Heft 2), Seite 137-148, Freiburg im Breisgau: Lambertus, ISSN: 0931-0889


Jahr:

2015



Abstract:


In dem Beitrag wird die These vertreten, dass Berufsbildungswerke (stellvertretende) Inklusion leisten, und zwar nicht erst seit heute, sondern schon seit über dreißig Jahren. Es wurden Maßnahmen entwickelt, die das ganze Spektrum von Inklusionsbedarfe abbilden. Im Rahmen der Inklusionsdebatten und Aktionspläne ist es notwendig, diese Maßnahmen in neuer Weise und mit aktuellen Begriffen verständlich zu beschreiben.

Daher wird in diesem Beitrag der Inklusionsbegriff differenziert. Es wird herausgearbeitet, dass wir einerseits von normativer und andererseits von empirischer Inklusion sprechen können. Zudem kann in Bezug auf die lebensweltliche Einbindung von Menschen (etwa in Familien) nach wie vor mit dem Begriff der Integration gearbeitet werden. Die Unterscheidung von Integration und Inklusion, gekoppelt mit einem empirisch fundierten Vorgehen zur Inklusion, das in der Gegenwart verankert und zukunftsorientiert ausgerichtet ist, ermöglicht bestenfalls lösungsorientierte und differenzierte Denk- und Handlungsansätze.

Für die weitere gesellschaftlich notwendige Debatte braucht es eine Sprache und ein gemeinsames Verständnis, damit bestehende Inklusionsleistungen gesichert werden, Weiterentwicklungen von Angeboten realisiert werden und Neuentwicklungen von Leistungen ihren Platz finden. Inklusion für alle darf nicht nur ein Slogan bleiben - sie sollte Schritt für Schritt eine gelebte Realität werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Vocational training centers as institutions of deputy inclusion - A position determination


Abstract:


In this paper it is argued that vocational training centers provide (deputy) inclusion, not just today, but for over thirty years. Measures have been developed that reflect the whole spectrum of different inclusion requirements. In the context of inclusion debates and action plans, it is necessary to describe these measures in a new way and with the current terms. Therefore, the concept of inclusion is differentiated in this paper.

The paper shows that you can speak of normative on the one hand and empirical inclusionon the other hand. In addition, you can still work with he concept of integration in terms of life-world involvment of people (as in families). The distinction between integration and inclusion, coupled with an empirically based approach to inclusion, which is anchored in the present and oriented to the future, at best allows solution-oriented and differentiated ways of thinking and approaches.

For the more socially necessary debate it needs a language and a common understanding to ensure that existing inclusion services are backed. As well further developments of offers will be realized and new developments of services will find their place. Inclusion for everyone must not remain just a slogan - step by step it should become living reality.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Berufliche Rehabilitation - Beiträge zur beruflichen und sozialen Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen
Homepage: https://www.bagbbw.de/verband/fachzeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0062/0284


Informationsstand: 19.05.2016

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