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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mit Vereinbarungen Integration schützen und fördern

Mindestanforderungen und Eckpunkte für die Praxis von Integrationsvereinbarungen



Autor/in:

Feldes, Werner


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2001, 40. Jahrgang (Heft 6), Seite 157-160, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2001



Abstract:


Im globalen Kapitalismus, der heute von ArbeitnehmerInnen ein Höchstmaß an Mobilität, Flexibilität und Identifikation mit den Gewinninteressen des Unternehmens verlangt, setzen die Personalverantwortlichen in den Betrieben und Verwaltungen heute mehr denn je auf die Ausgliederung sogenannter 'schlechter Beschäftigungsrisiken'. 15 Prozent aller Beschäftigten - die meisten davon ohne anerkannte Schwerbehinderung - sind aufgrund chronischer Gesundheitsschäden in ihren Einsatzmöglichkeiten am Arbeitsplatz stark eingeschränkt und laufen ohne unterstützende Maßnahmen Gefahr, ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Der Autor erläutert Bedeutung und Aufgabe von Rehabilitationsmaßnahmen, die einen solchen Verschleiß von Gesundheit und Qualifikation von Arbeitnehmern nachweislich verhindern können, und die in der betrieblichen Praxis gegenwärtig häufig nicht bekannt oder zugänglich sind beziehungsweise als nicht mehr notwendig angesehen werden. Mit der Einführung von Rechtsansprüchen behinderter Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber und der Vorschrift zur Integrationsvereinbarung gehen das Behindertenrecht und die betriebliche Integrations- und Rehabilitationsarbeit nun neue Wege.

Arbeitgeber müssen erstmals mit der Schwerbehindertenvertretung und mit den Betriebs- beziehungsweise Personalräten Integrationsvereinbarungen abschließen. Das Initiativrecht, das die Interessenvertretung dazu erhalten hat, setzt sie in die Lage, auf diesem Gebiet und in größerem Umfang verbindliche Kollektivvereinbarungen mit dem Arbeitgeber auszuhandeln.

Die Inhalte der Integrationsvereinbarung müssen sich auf das Gesamtfeld der Beschäftigungssicherung und Beschäftigungsförderung behinderter Menschen beziehen. Dabei geht es in erster Linie um integrative Maßnahmen der Personalplanung, der Aus- und Weiterbildung, der Arbeitsgestaltung, der Gestaltung des Arbeitsumfelds, der Arbeitszeitorganisation, der Prävention und der Rehabilitation. Zu diesen Mindestanforderungen sollen auf den Betrieb beziehungsweise die Dienststelle und die Beschäftigten passende Integrations- und Rehabilitationsmaßnahmen vereinbart werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


br - Behinderung und Recht; Fachzeitschrift für Inklusion, Teilhabe und Rehabilitation
(vormals: Behindertenrecht - br; Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation)
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/1089


Informationsstand: 11.12.2001

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