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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das trägerübergreifende persönliche Budget aus Sicht der überörtlichen Träger der Sozialhilfe


Autor/in:

Finke, Bernd


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2006, 45. Jahrgang (Heft 3), Seite 57-64, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2006



Link(s):


Link zu dem Vortrag (PDF).


Abstract:


Der Verfasser setzt sich mit den Zielen, Erwartungen und bereits vorliegenden Erfahrungen des trägerübergreifenden persönlichen Budgets nach SGB IX auseinander. Dieses kann sich positiv auf die eigenständige Lebensführung behinderter Menschen auswirken, da sie selbst und eigenverantwortlich über Geldmittel zur Deckung ihrer persönlichen Bedürfnisse verfügen können.

Der Autor führt als Rechtsgrundlage das SGB IX an, mit dessen Einführung im Jahr 2001 die rechtlichen Grundlagen geschaffen wurden. Vor allem die Konkretisierung des trägerübergreifenden Budgets in § 17 SGB IX und dem Erlass einer Budgetverordnung hat dessen Einführung erheblich vorangebracht. Der Autor setzt sich anschließend mit den unterschiedlichen Erwartungen von Bundesregierung, Behinderten- und Interessensverbänden , Behinderteneinrichtungen sowie den Sozialhilfeträgern auseinander. Während die Sozialhilfeträger sich mehr Effizienz der eingesetzten Mittel und eine Aufhebung unterschiedlicher Leistungsformen erhoffen, stehen die Behinderteneinrichtungen dem trägerübergreifenden Budget teilweise skeptisch gegenüber.

Der Autor verschweigt jedoch auch nicht die vorliegenden Probleme bei der Umsetzung dieser Budgets. Hierbei macht er als Problem vor allem die Schwierigkeit der Zusammenführung unterschiedlicher Systeme aus. Aber auch praktische Probleme, wie etwa die Verunsicherung der betroffenen Personen, werden angeführt.

Zum Umsetzungsstand verweist der Autor auf verschiedene Berichte aus verschiedenen Bundesländern. So berichtet er etwa aus Rheinland-Pfalz, wo das trägerübergreifende Budget schon seit längerem erprobt wird, es aber bisher noch nicht gelungen ist, alle Sozialleistungsträger daran zu beteiligen.

Schließlich nennt der Autor noch die einzelnen Sozialhilfeleistungen, die von dem trägerübergreifenden persönlichen Budget erfasst werden und wie der Bedarf und der Umfang des Einzelnen nach einem solchen Budget festgestellt wird.

Der Beitrag setzt sich sehr für das trägerübergreifende persönliche Budget ein. Trotz der nach Ansicht des Verfassers noch bestehenden Schwierigkeiten und Hemmnisse werden die Vorteile dieser Regelung sowohl für die verschiedenen Sozialleistungsträger als auch für die behinderten Menschen selbst aufgezeigt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 29 SGB IX Persönliches Budget




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0111


Informationsstand: 19.05.2006

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