Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Crux mit den leichten Behinderungen


Autor/in:

Schimanski, Werner


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2005, 44. Jahrgang (Heft 1), Seite 6-16, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2005



Abstract:


In einer Pressecampagne gegen schwerbehinderte Menschen und besonders gegen die Anerkennungspraxis der Versorgungsämter im Jahr 1980 wurde behauptet, dass selbst bei leichten Behinderungen regelmäßig die Schwerbehinderteneigenschaft festgestellt würde. Man hatte Sorge, dass das deutsche Volk zu einem Volk von Schwerbehinderten werden würde. Darauf wurde reagiert, indem das Bundesarbeitsministerium die Versorgungsämter anwies, die Anerkennungspraxis radikal zu ändern.

Diese Aufforderung äußerte sich darin, dass so genannte 'leichte' Behinderungen mit einem Einzel-GdB von zehn bei der Bildung des Gesamt-GdB überhaupt nicht berücksichtigt werden sollten. Und noch heute gibt es praktisch kein Sozialgericht, das diese 'Anweisung' des Bundesarbeitsministers nicht beachtet.

Der Autor ist bestrebt nachzuweisen, dass die regelmäßige Ignorierung leichter Behinderungen rechtswidrig ist, da das Gesetz davon ausgeht, dass jede Behinderung, die sich funktional negativ auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft auswirkt, zu beachten ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/0086


Informationsstand: 21.03.2005

in Literatur blättern