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Bibliographische Angaben zur Publikation

Dialyse und Transplantation - Wenn die Nieren versagen


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2009, Heft 2, Seite 10-11, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2009



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Abstract:


Der Artikel macht anhand eines Beispiels deutlich, dass Menschen trotz kraftraubender Dialyse oder einer Nierentransplantation berufstätig sein können. Die Hauptaufgabe der Nieren besteht darin, das Blut von Stoffwechselabbauprodukten und Giftstoffen zu reinigen und überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen. Zu Schädigungen der Nieren können beispielsweise Bluthochdruck, wiederholte Nierenentzündungen und Schadstoffe führen.

Deutschlandweit sind etwa 75.000 Menschen auf eine Dialyse angewiesen, allerdings kann die künstliche Blutwäsche die eigene Nierenfunktion nicht komplett ersetzen, sodass Patienten meist zusätzliche Medikamente einnehmen und eine spezielle Diät halten müssen. Nach einer Transplantation muss ebenfalls besonders auf die Gesundheit geachtet werden. Zudem müssen starke Medikamente eingenommen werden, damit das neue Organ nicht abgestoßen wird.

Thomas L. lebt aufgrund einer angeborenen Nierenschwäche seit 39 Jahren mit der Dialyse. Aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Selbsthilfeverein Junge Nierenkranke Deutschland e.V. weiß er, dass die Dialysepflicht für viele Nierenkranke ein Schock ist. Außerdem sieht er es kritisch, dass viele Betroffenen oft vorschnell in Rente geschickt werden. Er selbst ist seit 1980 beim Landesbetrieb Daten und Information Rheinland-Pfalz in Mainz beschäftigt.

Das Hauptproblem von Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen sind, sei der große Zeitaufwand, denn die Blutwäsche kann wöchentlich 15 Stunden und mehr in Anspruch nehmen. Daher stellt ein flexibles Arbeitszeitmodell für viele nierenkranke Menschen eine große Entlastung dar. Ist eine flexible Arbeitszeit nicht möglich, können die Krankenkassen für die entfallene Arbeitszeit Krankengeld zahlen, sodass der Arbeitgeber nur für die tatsächlich geleistete Arbeitszeit Lohn zahlen muss.

Seit 26 Jahren dialysiert Thomas L. nach Feierabend zu Hause. Sein Arbeitgeber hat sich in einer Integrationsvereinbarung dazu bereit erklärt, Mitarbeitern, die abends oder nachts dialysieren, zwei Arbeitsstunden pro Behandlungstag gutzuschreiben.

Thomas L. empfiehlt, sich frühzeitig mit den beruflichen Problemen auseinanderzusetzen, die im Fall einer Dialysepflicht auf nierenkranke Menschen zukommen. Die Integrationsämter unterstützen nierenkranke Beschäftigte und ihre Arbeitgeber sowohl mit Informationen als auch mit praktischen Lösungsvorschlägen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Menschen mit Nierenerkrankung am Arbeitsplatz | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/7184


Informationsstand: 02.07.2009

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