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Bibliographische Angaben zur Publikation

Integrationsabteilung - Die etwas andere Geschäftsidee


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2008, Heft 3, Seite 6-7, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2008



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Link zu ZB 3/2008: 'Menschen mit Bewegungsstörungen' (PDF | 2,34 MB)


Abstract:


Die Gründung einer Integrationsabteilung ist für einen Arbeitgeber auch in wirtschaftlicher Hinsicht überlegenswert. Aber was sind Integrationsabteilungen?

Ein Beispiel aus der Praxis soll dies verdeutlichen: Bei Integrationsprojekten unterscheidet man zwischen Integrationsunternehmen, die rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Firmen sind, Integrationsbetriebe, die wirtschaftlich selbstständige Teile eines Unternehmens oder eines öffentlichen Arbeitgebers sind, und Integrationsabteilungen, die unternehmens- oder betriebsinterne Abteilungen sind.

Ihr gemeinsames Kennzeichen ist die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben und die Beschäftigung von überdurchschnittlich besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen. Die Unterscheidung ist jedoch dann von Bedeutung, wenn es um Fördervoraussetzungen geht.

Für ein bestehendes Wirtschaftsunternehmen ist es lohnenswert eine Integrationsabteilung zu gründen, da fremd vergebene Aufgaben in den Betrieb zurückgeholt und somit Kosten eingespart werden können. Die Integrationsabteilung sollte jedoch nicht ein vom sonstigen Betrieb isolierter Bereich sein, sondern aktiver Teil des betrieblichen Geschehens sein.

Wie gut dies gelingen kann, zeigt folgendes Beispiel der Backhaus Lüning GmbH in Bingen.

Im Hygiene-Center, eine Integrationsabteilung der Backhaus Lüning GmbH, sorgt täglich ein Team von sechs schwerbehinderten MitarbeiterInnen für saubere Körbe und Bleche. Das Backhaus ist ein Familienunternehmen in dritter Generation und beschäftigt heute 450 feste Mitarbeiter und 150 Aushilfen. Im Jahre 2003 plante man eine Geschäftserweiterung und dabei sei die Idee mit der Integrationsabteilung entstanden. So konnte man fremd vergebene Reinigungsarbeiten in den Betrieb zurückholen, was sowohl finanzielle als auch logistische Vorteile hat.

Die Mitarbeiter wurden vom Integrationsfachdienst in Mainz vermittelt, der die neuen Mitarbeiter ein halbes Jahr lang betreute. Anschließend übernahm der Berufsbegleitende Dienst des Integrationsfachdienstes in Alzey die weitere Betreuung. Da die Integrationsabteilung auf einem betriebswirtschaftlich tragfähigen Konzept basiert, zahlt das Integrationsamt einen Lohnkostenzuschuss für Mitarbeiter, die behinderungsbedingt nicht die volle Leistung erbringen können.

Auch die Betreuung durch den Integrationsfachdienst wird vom Integrationsamt gefördert. Neben finanzieller Förderung gehöre allerdings auch viel persönliches Engagement dazu. Das sich dieses für das Backhaus auszahlt beweist die Eröffnung des Bistro Bäcker-Rant, eines weiteren Integrationsbetriebes.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: Backhaus Lüning GmbH




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/6816


Informationsstand: 15.10.2008

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