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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliches Eingliederungsmanagement - Nur eine lästige Pflicht?


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2005, Heft 2, Seite 12-13, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2005



Link(s):


Link zu dem Beitrag (HTML).
Link zu ZB 2/2005: 'Betriebliches Eingliederungsmanagement' (PDF | 3,11 MB).


Abstract:


Der kurze Artikel diskutiert die Einstellung der Integrationsämter zur Einführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements.

Zunächst wird darauf eingegangen, wie groß die Akzeptanz unter den Betrieben für das im Mai 2004 eingeführte Konzept ist. Die Integrationsämter berichten diesbezüglich von der Erfahrung, dass es von den meisten Arbeitgebern als zusätzliche Verpflichtung gesehen wird.

Um diese Einstellung abzubauen, könnte es helfen, die Arbeitgeber über den Nutzen der betrieblichen Eingliederungsmanagements zu informieren. Dieser liegt vor allem darin, gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter zu beschäftigen und somit durch Fehlzeiten verursachte Kosten zu reduzieren. Außerdem soll die Eingliederung eine Kündigung durch Krankheit oder Behinderung weitestgehend vermeiden helfen.

Dies kann wichtig werden, wenn ein Mitarbeiter wegen fehlenden oder schlechten Eingliederungsmanagements die Kündigung erhält: ein so entlassener Arbeitnehmer kann sich im Falle einer Klage gegen den Arbeitgeber auf die gesetzlichen Regelungen zum betrieblichen Eingliederungsmanagement berufen.

Die Integrationsämter haben im Prozess des betrieblichen Eingliederungsmanagements die Aufgabe, die beteiligten Akteure in der Durchführung und Umsetzung zu beraten. So vereinfachen sie die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Außerdem werden die einzelnen Integrationsfachdienste tätig, wenn Leistungen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben erbracht werden müssen.

Betriebe, die sich besonders im Bereich des betrieblichen Eingliederungsmanagements engagieren, können durch die Integrationsämter mit einer Prämie von bis zu 20.000 Euro ausgezeichnet werden. So lohnt sich der Einsatz doppelt: zum einen durch die Vermeidung von kostspieligen Fehlzeiten, zum anderen durch die Prämie.

Der Text gibt in Stichworten Hinweise auf die zu erfüllenden Mindestanforderungen laut Gesetz, die sich im 'Fünf-Phasen-System' widerspiegeln:
- Ein System für das Erkennen von Problemen ('Frühwarnsystem'),
- Instrumente der Erfassung und Spezifizierung von Daten,
- eine Schaltstelle im Unternehmen für die Verarbeitung, Entscheidung und Umsetzung,
- die Umsetzung der konkreten Maßnahmen,
- Dokumentation und Evaluierung der Vorgehensweise.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/0033


Informationsstand: 15.07.2005

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