Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Aufgaben der Integrationsämter 2007/2008

Daten und Fakten zur Situation schwerbehinderter Menschen im Beruf



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB info, 2008, Beilage ZB Info, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2008



Abstract:


Trotz der anhaltenden weltweiten Finanzkrise und des sich abzeichnenden Abschwungs auch in Deutschland hat sich der Arbeitsmarkt bis zum Herbst 2008 noch als sehr robust erwiesen. Der konjunkturbedingte Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre wirkt weiter nach, obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten spürbar abschwächen. Die allgemeine Arbeitslosigkeit ist weiter deutlich gesunken, Auch die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat sich bis zum Oktober 2008 weiter auf 165.000 verringert und liegt damit um etwa 11.000 niedriger als im Vorjahresmonat.

Die Entwicklung ist hier aber langsamer verlaufen und hat einen geringeren Umfang als beim Rückgang der allgemeinen Arbeitslosigkeit. Nach wie vor liegen leider keine vollständigen Arbeitslosenzahlen für diesen Personenkreis vor, da die Zahlen der 69 zugelassenen kommunalen Träger seit den Hartz-Reformen nur zum Teil bekannt sind und mit unsicheren statistischen Hochrechnungen gearbeitet werden muss, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Auch andere Zahlen sind ein Indikator für die verbesserte Situation, insbesondere die zurückgehende Zahl der Anträge der Arbeitgeber auf Zustimmung zur Kündigung schwerbehinderter Mitarbeiter. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Arbeit der Integrationsämter sind im Jahr 2007 unverändert geblieben.

Die Integrationsämter konnten ihre präventiven Aktivitäten im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben zur Sicherung von Arbeitsverhältnissen noch weiter verstärken. Sie arbeiten orts- und betriebsnah mit hohem Außendienstanteil und erbringen ihre Leistungen an Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen serviceorientiert. Die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben der Integrationsämter stellt ein unentbehrliches Instrument dar, um die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern.

Der Aufgabenschwerpunkt der Integrationsämter liegt dabei in der Sicherung vorhandener Beschäftigungsverhältnisse. Mit den Leistungen, die die Integrationsämter möglichst präventiv einsetzen, können Arbeitgeber und betroffene Menschen wirkungsvoll unterstützt werden - sowohl durch persönliche und fachliche Beratung als auch durch finanzielle Hilfen. Die Leistungen werden von den Betrieben auch stark nachgefragt. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement, das immer mehr Bedeutung erlangt, soll die Prävention noch verstärken. Bei ihr hat eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Köln belegt, dass die Integrationsämter die am häufigsten eingeschalteten externen Ansprechpartner für die Betriebe sind.

Die Ausgaben der Integrationsämter aus der Ausgleichsabgabe gingen im Jahr 2007 - als direkte Folge der seit einigen Jahren deutlich gesunkenen Einnahmen aus der Ausgleichsabgabe - erneut zurück und zwar auf 351,73 Millionen Euro. Hier zeichnet sich aber inzwischen eine leichte Entspannung ab. Mehr als die Hälfte der Ausgaben wurden weiterhin direkt an die Arbeitgeber erbracht.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Info-Beilagen aus der Reihe 'Aufgaben der Integrationsämter' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ZB online - ZB Zeitschrift: Behinderung & Beruf
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/0028x08


Informationsstand: 31.03.2011

in Literatur blättern