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Bibliographische Angaben zur Publikation

Aufgaben der Integrationsämter 2005/2006

Daten und Fakten zur Situation schwerbehinderter Menschen im Beruf



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB info, 2006, Beilage ZB Info, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2006



Abstract:


Am Ende des Jahre 2005 lebten in Deutschland 6,7 Millionen schwerbehinderte Menschen, wovon etwa die Hälfte im erwerbsfähigen Alter war. Eine Millionen schwerbehinderte Menschen sind tatsächlich erwerbstätig und gehören somit zur Zielgruppe der Integrationsämter. Die Bundesregierung bemüht sich um die Verbesserung der Arbeitssituation der schwerbehinderten Menschen und ergänzt die Initiative Jobs ohne Barrieren durch das Sonderprogramm Job4000.

Während die Pflichtquote von fünf Prozent schwerbehinderter Arbeitnehmer ab einer Betriebsgröße von 20 Arbeitsplätzen von den öffentlichen Diensten erfüllt wird, liegt die Privatwirtschaft deutlich zurück. Durch die Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben versuchen die Integrationsämter, die Chancen schwerbehinderter Arbeitnehmer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern.

Dieses Angebot wird von den Betrieben stark nachgefragt. Durch ihre fachlichen und finanziellen Leistungen im Rahmen der Begleitenden Hilfe konnten die Integrationsämter in 42.990 Fällen den Erhalt von Arbeitsplätzen ermöglichen. Die Lohnkostenzuschüsse nahmen dabei eine immer größere Rolle ein. Mehr als 8.800 schwerbehinderte Menschen erhielten außerdem Leistungen wie zum Beispiel eine Arbeitsassistenz.

Die Strukturverantwortung für die Integrationsfachdienste liegt seit 2005 bei den Integrationsämtern, wodurch die Ausgaben für die Integrationsämter drastisch gestiegen sind. Inzwischen sind die Integrationsfachdienste wichtige Ansprechpartner für Betriebe vor Ort und so wurden 77.592 schwerbehinderte Klienten beim Erhalt oder der Vermittlung eines Arbeitsplatzes unterstützt.

Die Anträge von Arbeitgebern auf Zustimmung zur Kündigung sind zwar gesunken, nach wie vor aber auf einem hohen Niveau. Betriebsbedingte Kündigungen bilden das wichtigste Motiv für Kündigungen und machten im Jahr 2005 fast zwei Drittel aus. Bei knapp 23 Prozent der Fälle konnte jedoch der Arbeitsplatz erhalten werden. Während die Möglichkeiten der Integrationsämter bei betriebsbedingten Kündigungen sehr eingeschränkt sind, gelingt es bei personenbedingten Kündigungen hingegen häufig, den Arbeitsplatz zu erhalten.

Auch Kurse und Informationsangebote gehören zu den Aufgaben der Integrationsämter. Im Jahr 2003 wurden rund 1.300 Veranstaltungen durchgeführt, mit denen 32.000 Personen erreicht wurden. Aktuell wurde erstmals ein E-Learning-Modul zu Wahl der Schwerbehindertenvertretung angeboten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Info-Beilagen aus der Reihe 'Aufgaben der Integrationsämter'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ZB online - ZB Zeitschrift: Behinderung & Beruf
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/0028x06


Informationsstand: 26.07.2007

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