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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das ärztliche Gutachten und seine Bedeutung im Betrieb


Autor/in:

Krasney, Otto Ernst


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2007, 42. Jahrgang (Heft 11), Seite 614-615, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2007



Abstract:


Ärztliche Gutachten beruhen auf von dem Sachverständigen selbst oder von einem anderen Arzt erhobenen medizinischen Befunden. Ärztliche Bescheinigungen enthalten lediglich eine ärztliche Feststellung (zum Beispiel Diagnose) und die Angabe krankheitsbedingter Folgen (zum Beispiel Gehbehinderung), ohne dazu stets auch die Diagnose und die wesentlichen Befunde anzuführen.

Die Relevanz ärztlicher Gutachten wird in vielen Bereichen eines Betriebes sichtbar, besonders aber im Falle der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und in der gesetzlichen Unfallversicherung, um nur zwei zu nennen. Erkrankt ein Arbeitnehmer zum Beispiel ohne Selbstverschulden hat er einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen. Zweifelt der Arbeitgeber an der Arbeitsunfähigkeit seines Mitarbeiters, kann mittels eines Gutachtens festgestellt werden ob der Anspruch auch wirklich besteht. Dabei stellt der Gutachter fest um was für eine Art Krankheit es sich handelt, in welcher Intensität sie vorliegt und ob eine Wiederaufnahme der Arbeit unzumutbar ist und somit ausreichende Gründe für eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen. Auch im Falle einer krankheitsbedingten Kündigung kann ein Gutachten zu Rate gezogen werden, um die Position des Arbeitnehmers gegebenenfalls zu stärken.

Bei der Auswertung eines Gutachtens im Betrieb ist zu berücksichtigen, dass ein innerbetrieblicher medizinischer Dienst, soweit vorhanden, Stellung nimmt und das externe Gutachten überprüft. Viel öfter kommt es jedoch vor, dass die Unternehmensverwaltung mit dieser Aufgabe betraut ist. Ist dies der Fall, sollte der Laie darauf achten, sich nicht vom medizinischen Fachwissen täuschen zu lassen oder vor der Hilflosigkeit gegenüber dem Sachverständigen zu resignieren. Gleichzeitig rät der Autor sich die wesentlichen Anforderungen an ein Gutachten in Erinnerung zu rufen, gegebenenfalls Informationen nachzufordern und die Kompetenzen des Sachverständiger zu überpüfen.

Das Gutachten enthält neben der Fragestellung die Befundtatsachen mit der dazugehörigen Anamnese sowie eine genaue Diskussion und Erklärung der Beurteilung durch den Gutachter. Diese Schritte sollen die Schlüssigkeit unterstützen, so dass auch ein Laie sie versteht, um eine fehlerhafte oder widersprüchliche Beurteilung zu vermeiden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/6414


Informationsstand: 26.11.2007

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