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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mentales Abschalten von der Arbeit als Erholungsindikator

Wirkungen, Einflussfaktoren und Gestaltungsansätze



Autor/in:

Wendsche, Johannes; Lohmann-Haislah, Andrea; Schulz, A. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2018, 53. Jahrgang (Sonderheft 12.2018), Seite 25-31, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2018



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Abstract:


Ziel:

Erholung ist eine wesentliche Voraussetzung, damit arbeitsbedingte negative Beanspruchungsfolgen umfänglich abgebaut werden können. Als ein psychologischer Wirkfaktor für die Erholung von Beschäftigten wurde in den letzten Jahren das mentale Abschalten von der Arbeit während der Ruhezeit untersucht. Der Beitrag zielt darauf ab, den Wissensstand zu Wirkungen, Einflussfaktoren und Gestaltungsansätzen für dieses Konstrukt dazustellen.

Methode:

Es werden Ergebnisse aus systematischen Überblicksarbeiten referiert und durch neuere Befunde ergänzt.

Ergebnisse:

Das mentale Abschalten von der Arbeit hängt positiv mit berichteten Befindens- und Gesundheitsindikatoren sowie der selbstberichteten Arbeitsleistung zusammen. Arbeitsanforderungen (zum Beispiel quantitative Anforderungen, emotionale Anforderungen) korrelieren im Mittel negativ und Arbeitsressourcen (zum Beispiel soziale Unterstützung, Handlungsspielraum) im Mittel positiv mit dem mentalen Abschalten von der Arbeit. Psychologische (zum Beispiel negative Affektivität und Neurotizismus, exzessive Arbeitsneigung), aber nicht demografische Personenmerkmale (Alter, Geschlecht) konnten als weitere negative Prädiktoren identifiziert werden. Effekte verhältnisorientierter Interventionen zur Verbesserung des mentalen Abschaltens wurden bisher kaum geprüft. Verhaltensorientierte Interventionen haben überwiegend förderliche Wirkungen.

Schlussfolgerungen:

Das mentale Abschalten von der Arbeit ist ein bedeutendes Bindeglied zwischen Arbeitsbedingungen und Beanspruchungsfolgen und stellt damit einen erholungsrelevanten Frühindikator arbeitsbedingter Beeinträchtigungen dar. Die zukünftige Forschung sollte vor allem verhältnisorientierte Gestaltungsansätze zur Verbesserung der Erholung untersuchen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Mental detachment from work as an indicator of recovery

Outcomes, antecedents and associated interventions

Abstract:


Objective:

Recovery is an essential prerequisite in substantially reducing the negative work-related consequences of stress. In recent years, psychological detachment from work during after-work periods has been investigated as a psychological factor for the recovery of employees. This article aims to present the current state of knowledge about psychological detachment and its outcomes, antecedents and associated interventions.

Methods:

Results from existing systematic reviews are reported and supplemented by more recent findings.

Results:

Psychological detachment from work is positively correlated with the self-reported measures of health and well-being and work performance. Job demands (e.g. quantitative demands, emotional demands) correlate negatively with psychological detachment from work, while work resources (e.g. social support, job control) correlate positively. Psychological traits (e.g. negative affectivity and neuroticism, heavy work investment) were identified as additional negative predictors, but this is not the case for demographic characteristics (age, gender). Effects of organisational interventions to improve psychological detachment have thus far hardly been examined. Behavioural interventions have mainly beneficial effects on psychological detachment.

Conclusions:

Psychological detachment from work is an important variable linking work-related factors with stress-related outcomes and thus represents an early indicator of work-related impairments relevant to recovery. Future research should focus on behavioural interventions for improving recovery.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0396


Informationsstand: 11.03.2019

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