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Bibliographische Angaben zur Publikation

Tätigkeitsspielräume in Produktionsaufgaben: Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse und Gestaltungsoptionen


Autor/in:

Rosen, Patricia Helen


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2018, 53. Jahrgang (Sonderheft 12.2018), Seite 9-14, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2018



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Abstract:


Zielstellung:

Produktionstätigkeiten und insbesondere Montagetätigkeiten zeichnen sich häufig durch einen hohen Automatisierungsgrad und repetitive Aufgaben aus. Die organisationalen Strukturen sind eng mit der Gestaltung von Arbeitsaufgaben und somit dem arbeitspsychologischen Konzept des Tätigkeitsspielraums verbunden. Das Ziel des Beitrags ist es, Erkenntnisse zusammenzutragen, die den Zusammenhang zwischen dem Tätigkeitsspielraum und abhängigen Variablen wie Gesundheit, Befinden, Motivation und Leistung untersuchen.

Methode:

Der Beitrag fasst die Ergebnisse eines bereits veröffentlichten Reviews zusammen und diskutiert Gestaltungsaussagen basierend auf der Analyse.

Ergebnisse:

In das Scoping Review wurden 106 Studien aufgenommen. Die meisten waren Untersuchungen im Querschnitt und verwendeten subjektive Messverfahren. Es wurden die folgenden Kategorien gebildet, um die Studien auszuwerten: horizontale Tätigkeitsmerkmale, vertikale Tätigkeitsmerkmale, Merkmale der Arbeitsablauforganisation. Gesundheitsbezogene Variablen wurden am häufigsten mit vertikalen und horizontalen Tätigkeitsmerkmalen untersucht. Beide Aspekte zeigen positive Zusammenhänge mit positiven Gesundheitsfolgen, Wohlbefinden, Motivation und Zufriedenheit. Negative Zusammenhänge zeigen sich hingegen mit negativen Gesundheitsfolgen wie Depressivität. Die Befundlage zu Merkmalen der Arbeitsablaufgestaltung ist vergleichsweise gering. Dennoch können diese Studien zur Ableitung von Gestaltungsaussagen herangezogen werden.

Schlussfolgerungen:

Insgesamt zeigt das Review, dass ein höheres Ausmaß an Tätigkeitsspielräumen mit positiven gesundheitsbezogenen Indikatoren, wie einem höheren Wohlbefinden, einhergeht. Allerdings ist weitere Forschung nötig, um Empfehlungen abzuleiten, wie Tätigkeitsspielräume in Produktionsaufgaben menschengerecht gestaltet werden können.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Job control in production tasks: Findings and design options from labour studies


Abstract:


Objective:

The German manufacturing sector plays an important role in the national labour market and the overall economy. Manufacturing jobs, especially assembly tasks, are often characterised by high degrees and levels of automation as well as repetitive work cycles. These organisational structures are strongly correlated with the psychological concept of job control. The aim of this paper is to outline the scientific evidence regarding job control and its relationship with different outcome variables such as mental health, wellbeing, motivation and performance. Further task design implications are discussed.

Methods:

The article summarises the main results of an already published scoping review and discusses task design recommendations based on the analysis.

Results:

The scoping review included 106 studies, most of which applied a cross-sectional design and used subjective measures. Studies were categorised into horizontal or vertical task characteristics and characteristics of the work organisation. Health-related outcomes were studied most frequently with horizontal and vertical task characteristics. Both aspects show positive correlations with positive health outcomes, motivation, satisfaction and wellbeing, whilst showing negative correlations with negative health outcomes such as depression. Although evidence on characteristics of work organisation is rather limited, studies addressing these issues can be related to task design.

Conclusions:

Overall, the review shows that higher levels of job control are correlated with positive outcome variables such as wellbeing. Further research is needed to complement practical guides on how to design job control in production tasks.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0393


Informationsstand: 11.03.2019

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