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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychische Belastungen in der Industrie 4.0

Eine selektive Literaturübersicht zu (neuartigen) Belastungsbereichen



Autor/in:

Diebig, Mathias; Müller, Andreas; Angerer, Peter


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2017, 52. Jahrgang (Ausgabe 11), Seite 832-839, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2017



Abstract:


Ziel:

Ziel des Beitrags ist die Darstellung des aktuellen Standes der arbeitsmedizinischen wie auch psychologischen Forschung zu möglichen neuartigen Belastungsbereichen, die im Besonderen im Zuge einer sich verändernden Arbeitswelt in der Industrie an Relevanz gewinnen.

Diese Belastungsbereiche beziehen sich auf die drei Themenfelder:
(1) Kontrolltätigkeiten am Bildschirm
(2) Mensch-Roboter-Interaktion
(3) Überwachung der Arbeitsleistung

Methode:

Um explorativ den aktuellen Kenntnisstand der Forschung aufzuarbeiten, wurde eine selektive Literaturübersicht erstellt, die einen Überblick über die drei ausgewählten Themenbereiche geben und den aktuellen Forschungsstand aufarbeiten soll.

Ergebnisse:

Die Forschungsliteratur zu den drei Themenbereichen zeigt direkte und indirekte Zusammenhänge dieser Belastungsbereiche mit Beanspruchungen (zum Beispiel Stressempfinden), mit gesundheitlichen Beanspruchungsfolgen (zum Beispiel Burnout) und Arbeitsleistung. Dieses Wissen stammt jedoch zumeist aus nichtarbeitsmedizinischen bzw. -psychologischen Disziplinen. Daher werden gesundheitliche Folgen meist nur am Rande untersucht.

Schlussfolgerungen:

Vorhandenes Grundlagenwissen zu den drei Belastungsbereichen sollte genutzt werden, um existierende Messinstrumente zur Erfassung psychosozialer Arbeitsmerkmale um diese Inhaltsbereiche zu erweitern beziehungsweise zu konkretisieren. So kann die Gefährdungsbeurteilung typische Belastungen der Industrie 4.0 besser berücksichtigen. Geeignete Maßnahmen zur Reduktion der Belastungen, die aus diesen neuartigen Bereichen entstehen können, lassen sich ebenso aus dem vorhandenen Wissen ableiten. Die Herausforderung wird darin liegen, das theoretische Wissen auch für die arbeitsmedizinische und -psychologische Praxis in der sich rasch ändernden Industrie nutzbar zu machen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Psychosocial stressors in the digital transformation of industry

A selective literature review on (new types of) stressors

Abstract:


Aim:

The aim of this article is to present the current state of research from the perspective of occupational medicine and psychology on possible new types of stressors that are becoming particularly relevant in the course of change in the world of industrial work.

These stressors are related to three themes:
(1) on-screen control activities
(2) human-robot interaction
(3) monitoring of work performance

Method:

In order to present the current level of knowledge in an explorative manner, a selective literature review was conducted to give an overview of the current state of research in the three selected subject areas.

Results:

Research literature in the three subject areas shows direct and indirect correlations between these stressors and indicators of strain (e.g. perception of stress), detrimental effects on health (e.g. burnout) and work performance. However, this knowledge mostly stems from disciplines other than occupational medicine and psychology, so the effects on health are usually given only a cursory examination.

Conclusion:

Available basic knowledge on the three areas of stressors should be used to enhance, substantiate and add to existing instruments designed to measure psychosocial aspects of work. Risk assessments can thus take into account typical stress factors of Industry 4.0 more effectively. Appropriate measures to reduce the strain that can arise from these new stress factors can also be derived from existing knowledge. The challenge will be to transfer the theoretical knowledge into the practice of occupational medicine and psychology in a rapidly changing industrial workplace.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0339


Informationsstand: 28.12.2017

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