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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) an Schulen in Rheinland-Pfalz


Autor/in:

Rose, Dirk-Matthias; Claus, Matthias; Jakobs, Ann-Kathrin [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2016, 51. Jahrgang (Heft 10), Seite 737-742, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2016



Abstract:


Ziel:

Seit 2014 wird ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) auf Basis einer Dienstvereinbarung systematisch für Lehrkräfte und Bedienstete an staatlichen Schulen in Rheinland-Pfalz (RLP) angeboten. Dabei wurden die Besonderheiten des Landesbeamtenrechtes berücksichtigt und zusätzlich die Möglichkeit vereinbart, ein BEM-Verfahren auf Wunsch des Betroffenen nicht nur durch den Arbeitgeber direkt, sondern auch durch das Institut für Lehrergesundheit (IfL), das die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung der Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz gem. ASIG sicherstellt, federführend durchgeführt werden kann.

Methode:

Allen staatlichen Lehrkräften in RLP muss schriftlich ein BEM-Verfahren durch den Schulleiter angeboten werden, wenn in den zurückliegenden zwölf Monaten insgesamt mehr als sechs Wochen Ausfallzeiten aus gesundheitlichen Gründen entstanden sind. Alle Fälle werden im IfL systematisch erfasst und bei den vom IfL betreuten Fällen auch Diagnosen und Ergebnisses des BEM-Verfahrens ausgewertet.

Ergebnisse:

Von 674 BEM-Angeboten wurden 50,6 % angenommen und davon 33,7 % durch das IfL und 16,9 % durch die jeweilige Schulleitung betreut. In 49,4 % wurde das Angebot abgelehnt oder es liegt noch keine Entscheidung vor. Von den 227 BEM-Fällen des IfL wurden 40,5 % wegen psychischer, 50,2 % wegen physischer Erkrankungen und 7,3 % wegen Unfällen durchgeführt. Bei 93,4 % der abgeschlossenen Fälle konnte die Lehrkraft wieder im Schuldienst eingesetzt werden; nur 6,6 % wurden als dauerhaft dienstunfähig beendet.

Schlussfolgerungen:

Bisher zeigt die gute Erfolgsquote bei abgeschlossenen BEM-Verfahren, dass sowohl die Betroffenen durch eine bessere Betreuung bei dem Wiedereintritt in die berufliche Tätigkeit als auch das Land durch eine Zunahme der Beschäftigtenquote nach Erkrankung im Vergleich zu früheren Jahren profitieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Implementation of a rehabiltation management (BEM) at schools of Rhineland Palatinate


Abstract:


Aim:

Since 2014 rehabilitation management (BEM) is offered to the teaching staff of Rhineland Palatinate (RLP). The specifics of the State civil service law had to be incorporate. Also it had been stipulated, that, at request of the teacher, BEM could be put into effect either in the lead management of the director of the school or of the Institute of Teachers Health (IfL), that provides the occupational and safety management for the State teaching staff according to German law (ASiG).

Method:

BEM has to be offered all teachers with a sick leave of more than 6 weeks in the previous 12 months by the school management. All cases are monitored by the IfL and if also overseen by the Ifl, diagnoses and outcomes of BEM are evaluated.

Results:

From the 674 initiated BEM procedures 33.7 % had been managed by the IfL, 16.9 % by the school board and in 49.4 % BEM had been refused or the offer had not been answered, yet. The leading diagnosis of the 227 BEM cases, managed by the IfL, had been in 40.5 % psychiatric, in 50.2 % physical diseases and in 7.3 % accidents. In 93.4 % of the terminated BEM cases the affected teacher could return on work at school; only 6.6 % remained unfit for service permanently.

Conclusions:

The good pass rate shows that the concerned employees have a significant profit by supporting the re-entry on the job as well as the state of RLP by an increasing quote of return to the work place after sickness.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0260


Informationsstand: 29.12.2016

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