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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erfahrungen mit einer Alkoholinitiative in einer Großforschungseinrichtung


Autor/in:

Horsch, Sloba


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2004, 39. Jahrgang (Heft 1), Seite 20-24, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2004



Abstract:


Ziel:

Angestrebt ist eine frühzeitige Erkennung von Alkoholproblemen am Arbeitsplatz. Alkoholprobleme im Betrieb sind eine der häufigsten Ursachen für Fehlzeiten, Leistungseinbußen, Arbeitsunfälle und chronische Krankheiten.

Methoden:

Es wird über eine vom Betriebsarzt ins Leben gerufene Alkoholinitiative, an der Arbeitgebervertretung, Personalrat, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft und abstinente Alkoholkranke beteiligt sind, berichtet. Diese Initiative hat intensive Informationsarbeit geleistet und strukturelle Veränderungen bewirkt, die zur Schaffung einer nichtalkoholpermissiven Umgebung beigetragen haben. Im Rahmen der betriebsärztlichen Tätigkeit wurde systematisch auf mögliche Alkoholprobleme geachtet und gegebenenfalls eine gezielte Diagnostik eingeleitet. Bei bestehender Alkoholproblematik wurde schrittweise eine innerbetriebliche Interventionskette mit dem Ziel, Krankheitseinsicht zu schaffen, in Gang gesetzt, um Abstinenz zu erreichen und damit den Arbeitsplatz zu erhalten. Nach unterschiedlichen Behandlungsmaßnahmen wurde eine intensive und regelmäßige Nachbetreuung zur Erhaltung der Abstinenz durchgeführt.

Ergebnisse:

Von 31 Alkoholkranken wurde bei 25 Betroffenen eine dauernde Abstinenz erreicht. Die 6 übrigen waren zumindest bis zum Erreichen der Altersgrenze im Betrieb abstinent. Bei allen konnte der Arbeitsplatz erhalten werden.

Schlussfolgerung:

Die Alkoholprävention und Alkoholintervention ist eine vordringliche betriebsärztliche Aufgabe, weil der zur Krankheitseinsicht notwendige Leidensdruck am Besten im Betrieb erzeugt werden kann.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Detection of alcohol problems and subsequent intervention


Abstract:


Aim:

Early detection of alcohol problems at work. Alcohol problems at work are frequently associated with absentism, loss of efficiency, accidents and chronic diseases.

Methods:

This report is about an alcohol initiative carried out by the physician for occupational medicine of a national research centre with 1800 employees. A no alcohol environment was created by the intensive exchange of information and structural changes. The doctor's work in the centre focussed on the systematic detection of alcohol problems and possible intervention with the aim of creating and understanding for the disease and achieving abstinence to safeguard employment.

Results:

As a result of this initiative, 25 of 31 alco-holics managed to stay abstinent for many years. The remaining six stayed dry at work at least until retirement. All were able to keep their jobs.

Conclusions:

Detection of alcohol problems and subsequent intervention is an urgent task for occupational medicine, as the pressure created by suffering, which is necessary to become aware of the disease, can be best exerted at work.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0004


Informationsstand: 17.02.2004

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