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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Beschäftigten in Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Soziale und behinderungsspezifische Unterschiede



Autor/in:

Rathmann, Katharina; Nellen, Cosima; Brambrink, Jil [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2019, Volume 14 (Issue 3), Seite 248-255, Berlin, Heidelberg, New York: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2019



Abstract:


Hintergrund und Ziel:

Die Studie untersuchte die erlernten Handlungsweisen von Rehabilitanden mit chronischem Rückenschmerz während ihres Aufenthaltes in einer stationären verhaltensmedizinisch orthopädischen Rehabilitation (VMO). Zudem wurden subjektive Barrieren und deren Bewältigung vor und nach der Rehabilitation erfasst. Hierbei sollte der Einfluss des Depressivitätsgrades und der Bedingung ermittelt werden.

Methode:

Die Interventions- (IG) und die Kontrollgruppe (KG) erhielten ein Schmerzkompetenztraining und die IG zusätzlich ein Depressionspräventionstraining. Insgesamt nahmen 120 Rehabilitanden teil und beantworteten jeweils 3 offene schriftliche Fragen zu Beginn und Ende der Rehabilitation. Die Auswertung der 240 Freitextdokumente erfolgte auf Basis der qualitativen Inhaltsanalyse mit einer angegliederten Frequenzanalyse nach Mayring (2015).

Ergebnisse und Fazit:

Während der Rehabilitation erlernte die IG gegenüber der KG mehr Wissen und Handlungsweisen zum günstigen Umgang mit Stress. Hauptbarrieren bei der Umsetzung von Gesundheitsverhalten stellten allgemein und zu beiden Messzeitpunkten neben familiären und arbeitsbezogenen Belastungen gesundheitliche Beschwerden sowie eine mangelnde Motivation dar. Insbesondere Rehabilitanden mit Depressivität, unabhängig von der experimentellen Bedingung, wünschten sich soziale Unterstützung bei der Bewältigung von Barrieren im Verhaltensveränderungsprozess.
Erste Hinweise zeigen, dass die Implementierung von psychologischen Interventionen in der Rehabilitation für Rehabilitanden mit chronischem Rückenschmerz und zusätzlich hohen psychosozialen Belastungen erforderlich ist. Hierbei sollten insbesondere personale Ressourcen gestärkt und soziale Netzwerke unterstützt werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Health-related quality of life among people working in sheltered workshops for people with disabilities

Social and disability-related differences

Abstract:


Background and aim:
The aim of this study was to identify needs, barriers and wishes concerning barrier management of patients with chronic low back pain in multidisciplinary inpatient rehabilitation. Different responses were expected, depending on the depressive symptoms and treatment group of the patients.

Methods:
Pain competence training was delivered to the intervention group (IG) and control group (CG). Additionally, the IG took part in depression prevention training. In total, 120 patients participated in this partial study and answered 3 open written questions at the beginning and at the end of rehabilitation. Thus, responses from 240 documents were analyzed using Mayring's (2015) qualitative content analysis and frequency analysis.

Results and conclusions:
During rehabilitation, patients in the IG acquired more knowledge of adapted coping behavior in contrast to patients in the CG. In addition, family- and work-specific burdens, health complaints, and decreased motivation were identified as main barriers in generating health-promoting behavior. Especially patients with depressive symptoms stated that social support was helpful to cope with barriers in the process of behavior modification. The results supported implementing elements of psychological interventions within rehabilitation. These treatments should enhance personal resources and improve the individual social networks of patients with chronic low back pain combined with psychosocial burdens.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9252


Informationsstand: 27.12.2019

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