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Bibliographische Angaben zur Publikation

Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation bei Rehabilitanden mit Muskel-Skelett-Erkrankungen

Eine Propensity Score Analyse



Autor/in:

Fauser, David; Vogel, Martin; Bethge, Matthias


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2019, 81. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 740, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2019



Abstract:


Einleitung:

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation ist ein multimodales interdisziplinär durchgeführtes Programm, das Diskrepanzen von arbeitsplatzbezogenen Fähigkeiten und Anforderungen zu verringern sucht, um berufliche Teilhabechancen von Personen mit ungünstiger Erwerbsprognose zu verbessern. Die Analyse untersuchte die Teilhabeeffekte der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation.

Methode:

Eingeschlossen wurden 18- bis 65-jährige Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit Muskel-Skelett-Erkrankungen, die 2014 und 2015 in der Mühlenbergklinik - Holsteinische Schweiz behandelt wurden. Mittels Propensity Score Matching wurden die Ergebnisse von Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (Interventionsgruppe, IG) mit denen von vergleichbaren Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer herkömmlichen medizinischen Rehabilitation (Kontrollgruppe, KG) verglichen. Für das Matching wurden 21 Variablen verwendet. Primäres Zielkriterium war die Rate sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ein Jahr nach Rehabilitationsende. Diese wurde aus administrativen Daten extrahiert. Die Behandlungseffekte wurden mit logistischen Modellen überprüft und absolute Risikodifferenzen (ARR) und die Number needed to treat (NNT) berechnet.

Ergebnisse:

Insgesamt konnten die Daten von 859 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden berücksichtigt werden. Die mittels Propensity Score Matching generierten Gruppen (IG: n = 156; KG: n = 156) waren hinsichtlich der berücksichtigen Stichprobenmerkmale balanciert. Die Analyse der Therapiedosis ergab deutliche Unterschiede in der Durchführung berufsorientierter Therapieleistungen zwischen den beiden Behandlungsarmen. Ein Jahr nach Rehabilitationsende war der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Rehabilitandinnen und Rehabilitanden in der IG elf Prozentpunkte höher als in der KG (ARR = 0,11; 95 % KI: 0,02 bis 0,20; p = 0,020). Die NNT lag bei neun Personen (NNT = 9,05; 95 % KI: 1,40 bis 16,70).

Diskussion:

Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation, wie in der Mühlenbergklinik implementiert und durchgeführt, führt im Vergleich zur herkömmlichen medizinischen Rehabilitation zu höheren Beschäftigungsraten nach einem Jahr.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA9221


Informationsstand: 23.12.2019

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