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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bedeutung inklusiver Berufsbildung für Care Work


Autor/in:

Friese, Marianne


Herausgeber/in:

Kremer, H.-Hugo; Büchter, Karin; Buchmann, Ulrike


Quelle:

bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online, 2016, Ausgabe 30, Hamburg: Eigenverlag, Online-Ressource, ISSN: 1618-8543


Jahr:

2016



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Abstract:


Das Leitbild der inklusiven Berufsbildung weist in Segmenten der Ausbildung für Care Work in den personenbezogenen Berufsfeldern Erziehung und Soziales, Hauswirtschaft und Ernährung sowie Pflege und Gesundheit relevante Bezugspunkte auf.

1) Das betrifft spezifische Ausbildungsformen personenbezogener Berufe in schulischen Ausbildungsgängen außerhalb des dualen Systems.

2) Findet die Qualifizierung für personenbezogene Berufsfelder zwar auf allen Niveaustufen der beruflichen Aus- und Weiterbildung statt, sind spezifische Segmente jedoch auch im Feld der beruflichen Rehabilitation und Benachteiligten- sowie Integrationsförderung angesiedelt.

3) Somit bestehen starke Bezüge zur pädagogischen Gestaltung des Übergangssystems im Umgang mit sehr heterogenen Zielgruppen und biografisch orientierten sowie fallgruppenbezogenen methodischen Ansätzen.

4) Ein weiterer Bezugspunkt lässt sich auf der curricularen Ebene mit Blick auf Kompetenzanforderungen an Schnittstellen zwischen institutionellen und lebensweltlichen Gegenständen herstellen.

5) Einen fünften Bezugspunkt bildet schließlich der für personenbezogene Berufsstrukturen charakteristische Status von 'Semi-Professionalität'.

Diese Spezifika haben bis in die Gegenwart eher zur Exklusion personenbezogener Fachrichtungen denn zu Inklusion und gerechter Teilhabe an Ausbildung und Beschäftigung geführt. Gegenüber diesem Modernisierungsrückstand eröffnen sich gegenwärtig im Zuge von demografischem Wandel und Expansion der Dienstleistungsgesellschaft gleichwohl aussichtsreiche berufspädagogische Modernisierungsoptionen.

Der Beitrag zielt darauf ab, die Bedeutung von Inklusion im Feld personenbezogener Dienstleistungsberufe aufzuzeigen. Dazu werden erstens Schnittmengen zwischen beruflicher Benachteiligten-/Integrationsförderung und Inklusion aufgezeigt. Es werden zweitens historische und aktuelle Eckpunkte personenbezogener Arbeit im Spannungsfeld von Teilhabe und Exklusion dargestellt sowie drittens Professionsansätze im Bereich der beruflichen Ausbildung. Eine abschließende Perspektive wendet sich den Kompetenz- und Professionsanforderungen in der akademischen Ausbildung zu.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Significance of inclusive vocational education for care work


Abstract:


The guiding principle of inclusive vocational education provides relevant points of reference in certain segments of care work training in the person-to-person occupations in education and social work, home economics, nutrition, nursing and healthcare.

1) This applies to specific types of training for person-to-person occupations in school-based job training courses outside the dual system.

2) Even if qualifications-based training for person-to-person occupations takes place at all levels of vocational basic and further training, there will, however, also be specific training segments in the field of vocational rehabilitation and the advancement of disadvantaged persons and integration.

3) Hence, there are strong links with the pedagogical design of the transition system for working with very heterogeneous target groups and methodological approaches that are biography-oriented and based on case groups.

4) At the curricular level, the competence requirements at the interfaces between institutional and real-world objects form a further point of reference.

5) Finally, the 'semi-professional' status characteristic of person-to-person occupational structures constitutes a fifth point of reference. Until today, these specific features have led to exclusion from person-to-person specialisms rather than inclusion and equitable participation in training and employment.

At the same time, in contrast to this modernisation backlog, promising options for modernising vocational pedagogy are currently opening up in the course of demographic change and the expansion of the service economy. This paper aims to demonstrate the importance of inclusion in the field of person-to-person service-sector occupations.

To this end, intersections between the vocational advancement of disadvantaged groups /integration and inclusion will be illustrated first of all. Secondly, past and present key elements of person-to-person work in the field of tension between participation and exclusion are portrayed as are, thirdly, approaches to professionalisation in the field of vocational training. Finally, the competence and professional requirements in academic training are addressed.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


E-Mail: Online-Fachjournal bwp@ - Berufs- und Wirtschaftspädagogik online
Homepage: https://www.bwpat.de/
***Open access / Freier Zugang zu den Beiträgen des Online-Fachjournals***

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8737


Informationsstand: 12.06.2018

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