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Bibliographische Angaben zur Publikation

Diabetes mellitus in der Rehabilitation: Inanspruchnahme, regionale Aspekte und EM-Berentung im Zeitverlauf der Reha-Kohorten 2006 - 2013


Autor/in:

Schmidt, C.; Baumert, J.; Gabrys, Lars [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2017, 79. Jahrgang (Heft 08/09), Seite 656-804, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790


Jahr:

2017



Abstract:


Einleitung:

Diabetes mellitus ist für das Versorgungssetting der medizinischen Rehabilitation (Reha) von besonderer Relevanz. Zum einen sind mit der Erkrankung mikro- und makrovaskuläre Folgekomplikationen mit entsprechend erhöhten Rehabedarfen assoziiert. Zum anderen gilt die Reha als Lebensstilintervention, die speziell beim Erkrankungsbild des Typ-2 Diabetes (T2D) wichtige tertiärpräventive Inhalte vermittelt.

Folgende Fragestellungen werden untersucht:
- Wie entwickeln sich die Reha-Leistungen mit Diabetesdiagnose im Zeitverlauf der Reha-Kohorten 2006 bis 2013?
- Sind die Inanspruchnahme von Reha-Leistungen mit Diabetesdiagnose mit der bevölkerungsbezogenen Diabetesprävalenz auf Bundeslandebene assoziiert?
- Bedeutet die Einschreibung in ein DMP-Programm bei Erstbehandlung T2D eine geringere Chance auf eine EM-Berentung?

Methodik:

Grundlage bildet der Datensatz zur Reha der Rentenversicherung. Die Analyse bezieht sich auf erwerbsfähige Personen im Alter 20 bis 65 Jahren mit medizinischer Reha und mindestens einer ICD-Diagnose Diabetes im Entlassungsbericht. Die Inanspruchnahme auf Ebene der Bundesländer wird mit der aktuellen GEDA-Befragung des RKI rangkorreliert. Die Analyse zur EM-Berentung erfolgt mittels logistischer Regression.

Ergebnisse:

Die altersstandardisierte Reha-Inanspruchnahme je 100.000 aktiv Versicherte steigt im Zeitraum 2006 bis 2013 bei Männern von 170 auf 212 und bei Frauen von 101 auf 130. Der Zusammenhang aus bundelandbezogener Reha- und Bevölkerungsprävalenz korreliert positiv mit einer Stärke > 0,8. Patientinnen und Patienten mit T2D und DMP-Teilnahme zeigen im Vergleich zu Patientinnen und Patienten ohne Teilnahme adjustiert für relevante Risikofaktoren eine um 23 % geringere Chance einer EM-Berentung.

Schlussfolgerung:

Die Rehabilitation stellt einen Versorgungsbereich dar, der neben beruflichen Problemlagen auch regionale Krankheitsentwicklungen abbildet. Derzeit wird am RKI eine Diabetes-Surveillance aufgebaut, in die auch Aspekte des Rehageschehens einfließen sollen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8621


Informationsstand: 09.05.2018

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