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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wirkung der Aktivität am Arbeitsplatz auf die Freizeitaktivität


Autor/in:

Ziesche, Saskia; Köppel, Maximilian


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2017, Volume 12 (Issue 1), Seite 22-26, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2017



Abstract:


Hintergrund:

Nur wenige Berufsgruppen arbeiten körperlich stark, wie Waldarbeiter, Dachdecker oder Maurer. Büroarbeitsplätze und damit einhergehende sitzende Tätigkeiten sind bei deutschen Arbeitnehmern weit verbreitet. Dennoch sind im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedenste Aktivitätsprofile anzutreffen und zu berücksichtigen, welche nicht nur auf den Arbeitsplatz isoliert betrachtet werden sollten.

Methoden:

In der vorliegenden Studie wurde die Wirkung der Aktivität am Arbeitsplatz auf die Freizeitaktivität geprüft. Mit dem Einsatz von Schrittzählern und Protokollen wurden 78 Probanden auf Umfang und Intensität ihrer Arbeits- und Freizeitaktivität untersucht. Herausgefunden werden soll, ob sich aktive von inaktiven Berufsgruppen unterscheiden.

Ergebnisse:

Zwischen der Schrittzahl am Arbeitsplatz und der geschätzten Freizeitintensität kann ein schwacher, negativer Zusammenhang von rsp = ?0,241 (p = 0,034) nachgewiesen werden. Allerdings scheint dieser Effekt auf den plötzlichen Einbruch der Freizeitaktivität jener Personen zurückzuführen zu sein, welche über 8000 Schritte pro Tag am Arbeitsplatz zurücklegen. Inferenzstatistisch zeigt sich hierbei ein mittlerer Effekt von r = 0,364 (Z(76) = 3,21 [p < 0,001]). Die Zerlegung in die Aktivitätsfaktoren zeigt, dass dieser Einbruch auf die Intensität (Z(76) = 2,65 [p = 0,008]) mit mittlerem Effekt von r = 0,30 und nicht auf den Umfang der Freizeitaktivitäten (Z(76)s = 1,421 [p = 0,155]) zurückzuführen ist.

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse bestätigen eine mögliche Auswirkung des Arbeitsplatzes auf die Freizeitaktivität. Von betrieblicher Gesundheitsförderung muss demnach eine individualisierte Konzeption erwartet werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The effect of activity at work on activity during leisure time


Abstract:


Background:

Only a small number of professions as associated with hard physical labour, e.g. forestry workers, roofers or bricklayers. Therefore sedentary workplaces like office desks are common in German companies. Within the context of workplace health promotion, however, various activity profiles are encountered and must be considered. Furthermore they should not be reduced to the workplace only.

Methods:

The purpose of this work was to explore the influence of workplace physical activity (WPA) on leisure time physical activity (LPA). Therefore 78 participant's activity was assessed using a pedometer and questionnaire.

Results:

There is a weak negative relationship between WPA and LPA rsp = ?0.241 (p = 0.034). This effect however seems to be caused by a sudden decrease of LPA for employees who have more than 8000 steps per day at the workplace. Comparison of the groups above the 8000 steps mark and those below reveals a significant average difference of r = 0.364 (Z(76) = 3.21 [p < 0.001]) between them. Analysis of intensity and amount of LPA showed a significant average effect for intensity r = 0.30 (Z(76) = 2.65 [p = 0.008]) but none for the amount (Z(76)s = 1.421 [p = 0.155]).

Conclusion:

The results confirm the potential impact of workplace activity on LPA. Therefore workplace health promotion requires individualized health promotion concepts.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8558


Informationsstand: 31.05.2017

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