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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusammenhang von beruflicher Pendelmobilität mit Stresserleben und Gesundheit

Bestehen Unterschiede nach soziodemografischen Gruppen?



Autor/in:

Rüger, Heiko; Schulze, Alexander


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2016, Volume 11 (Issue 1), Seite 27-33, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Hintergrund:

Das zirkuläre räumliche Mobilitätsverhalten von Erwerbstätigen, wie tägliches Berufspendeln oder Auswärtsübernachtungen bei Geschäftsreisen, gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Ziel der Arbeit:

Der vorliegende Beitrag untersucht die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Formen zirkulärer berufsbezogener Mobilität mit der subjektiven Gesundheit und dem Stresserleben und geht dabei der Frage nach, ob sich die Effekte nach den soziodemografischen Merkmalen Alter, Geschlecht und Elternschaft unterscheiden.

Material und Methoden:

Datengrundlage ist die erste Welle der Studie 'Job Mobilities and Family Lives in Europe', eine repräsentative Querschnitterhebung von 2007 unter Personen im Alter zwischen 25 und 54 Jahre in sechs europäischen Ländern (n?=?2831). Die untersuchten Mobilitätsformen sind tägliches Fernpendeln (mindestens 60 min einfache Fahrzeit zur Arbeitsstätte), Vari-Mobilität (mindestens 60 berufsbezogene Auswärtsübernachtungen in den vergangenen 12 Monaten) sowie Multimobilität (Kombination aus mindestens zwei Mobilitätsformen). Berechnet wurden semi-logarithmierte Regressionsmodelle.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse differenzieren bekannte Befunde weiter. So zeigen sich negative Gesundheitseffekte des Fernpendelns sowie erhöhtes Stresserleben bei Multimobilität lediglich bei Frauen. Für Fernpendeln und Vari-Mobilität lassen sich erhöhte Beanspruchungen insbesondere bei Personen mit Kindern nachweisen, wohingegen das Fernpendeln sowohl für jüngere als auch für ältere Erwerbstätige mit nachteiligen Effekten verbunden ist.

Diskussion:

Das räumliche Mobilitätsverhalten von Erwerbstätigen sollte verstärkt Gegenstand von Maßnahmen der Prävention und der Gesundheitsförderung darstellen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Association between commuting and stress and health

Do sociodemographic differences exist?

Abstract:


Background:

The circular, repetitive travel of workers, such as daily commuting or overnight business travel, is becoming increasingly important.

Objectives:

Therefore, the present paper examines the relationships between different forms of circular job-related mobility with subjective health and stress experience, addressing the question of whether the effects differ by the sociodemographic characteristics age, gender and parenthood.

Materials and methods:

The data constitute the first wave of the study 'Job mobilities and family lives in Europe', a 2007 representative cross-sectional survey among persons between 25 and 54 years old in six European countries (N?=?2831). The studied forms of mobility are daily long-distance commuting (at least 60 min travel time to work), vari-mobility (at least 60 work-related overnight stays in the past 12 months) and multimobility (combination of at least two forms of mobility). We calculated semilogarithmic regression models.

Results:

The results confirm known findings and differentiate them further. They show a negative health effect of long-distance commuting and an increased experience of stress in multimobility only in women. For long-distance commuting and vari-mobility, increased experience of stress can be detected for those with children in particular, whereas long-distance commuting is correlated with adverse health effects and stress both among younger and older employees.

Conclusions:

The spatial mobility behavior of workers should increasingly be the subject of measures of prevention and health promotion.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8545


Informationsstand: 31.05.2017

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